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Ich wär so gern vegan!

Ich wär so gern vegan

Es ist Sonntag! Den letzten Tag meines wunderschönen Geburtstagswochenendes haben wir im Wildpark Schwarze Berge verbracht, und ich glaube, das ist ein guter Anlass, euch von etwas zu erzählen, das mich in letzter Zeit wirklich bewegt. Ich hadere mit dem Fleischessen. Nein, es ist nicht nur dieses fette kleine Schweinchen, das mich über meinen Schnitzelkonsum grübeln lässt, und ich denke auch nicht erst seit heute darüber nach. Es ist schon seit ein paar Monaten so: Eigentlich wäre ich am liebsten vegan. Ich, die Bacon auf dem Raclette feiert, am liebsten noch ein Spiegelei draufhauen würde und bei Oma quasi ihren eigenen Käsekuchen bekommt.

Aber es ist nun einmal so: Ich habe in den letzten paar Monaten viel gelernt. Als ich voll in meinen minimalistischen Lebensstil eintauchte und begann, mich nicht mehr nur mit mir selbst, sondern auch mit anderen Minimalisten zu beschäftigen, stolperte ich über unzählige verwandte Themen: Veganismus und Zero Waste sind die beiden, die mich aktuell am meisten bewegen. Ich habe auf meiner Suche nach einem passenden Lebensstil für mich vor allem Vieles kennengelernt – und dabei Vorurteile ausgeräumt. Veganer sind mangelernährte Kneifzangen, die auf ihrem Dogmatismus reiten wie Cinderella in ihrer Zauberkutsche, Kosmetikselbsthersteller stinken und sind wahrscheinlich auch Impfgegner, Fair Fashion Blogger sind knallharte Peta-Aktivisten, die H&M-Trägern auf der Straße die Kleider vom Leib schneiden oder auf Instagram mit Worten Löcher reinzuätzen versuchen?

Nein! Die Szene der nachhaltigen Blogger ist in meiner Erfahrung freundlicher, offener, motivierender, reflektierter und auch viel urteilsärmer als die konventionelle es manchmal von sich behaupten kann. Das sage ich, die seit 10 Jahren Blogs schreibt und liest. Es gibt keine hinterhältigen Bitchfights, beim Event wird nicht rücksichtslos nach den Geschenken gegrabscht als wäre die Apokalypse nahe, man wird auch nicht von anderen Bloggern angemacht, wenn man sich auf Snapchat fleischessend, autofahrend, IKEA-kaufend oder sonst irgendwie nicht nachhaltig zeigt. Vielleicht wird man nicht einmal entfolgt, sondern einfach „mit Fehlern“ akzeptiert. Man unterstützt sich gegenseitig, weil man gemeinsame Werte und Ziele hat, und jeder darf dabei an einem anderen Punkt seiner Reise sein. Und, for the record: Niemand stinkt.

Wildpark Hamburg

Wenn es Beef in der nachhaltigen Szene gibt – dann meistens von außen. Von denen, die selbst keine Veganer sind, sich aber irgendwie von dieser Minderheit provoziert fühlen. Von denen, die selbst Discounterklamotten tragen – und deshalb vielleicht ihr schlechtes Gewissen oder ihre Hilflosigkeit auf andere projizieren, indem sie sagen “Wieso fliegst du zu diesem Event, wenn du doch so nachhaltig lebst?” Whataboutism at its best. Dass du etwas Gutes gemacht hast, bedeutet nichts, weil du nicht ALLES gut machst. Wieso erwartet jeder Perfektion von denen, die die Welt ein bisschen besser machen wollen? Und färbt das langsam auf diejenigen ab, die es ehrlich versuchen?

Die grüne Lebensweise hat mich neugierig gemacht. Ich habe Lebensmittel entdeckt, die ich vorher gar nicht kannte oder bisher links liegen ließ, und die locker als Fleischersatz oder eben als ganz andere Ergänzung herhalten könnten, die Tierprodukte unnötig macht. Kichererbsen, Quinoa, Wildreis, Süßkartoffeln, Maismehl. Lecker! Ich habe gelernt, dass man Kleidung nachhaltig aus Holz produzieren kann – und wie sich ein wertiges T-Shirt anfühlt. Alles, was ich erlebt habe, war spannend und freundlich zu mir. Ich musste nur ein bisschen offen sein.

Winter im Wildpark Schwarze BergeWildpark Hamburg

Ich habe mich in den letzten Monaten mit Themen beschäftigt, die mir davor nun nicht gänzlich am Arsch vorbeigingen, die ich aus Bequemlichkeit aber sehr gut ausgeblendet und ignoriert habe. Es fing an bei der Fast Fashion Industrie und ging von da aus nahtlos über zu Massentierhaltung und Plastikmüll in den Ozeanen. Wenn man ein Mal angefangen hat, für bestimmte Werte zu kämpfen, will man immer mehr. Das Gefühl, etwas wirklich richtig zu machen und es bewusst zu tun, ist so gut, dass man am liebsten nichts mehr falsch machen will. Nur, dass das nicht geht. Irgendwo wartet immer eine Falle – und wenn man informiert ist, weiß man das auch und ertappt sich selbst plötzlich bei jedem Scheiß.

Haben wir uns für ein Leben mit schlechtem Gewissen entschieden?

Wir alle streben nach Gut, nach Besser, und am Ende des Tages nach Richtig. Und Richtig kennt keine Schattierungen, keine Ausreden, keine Relativierung. Es gibt gegenüber uns selbst keine Eins minus, nur noch „nicht richtig“ und „richtig“. Richtig ist der Endgegner.

Ich esse nur noch ein Mal die Woche Fleisch.
Ich ersetze Milch zu 70% durch Pflanzenmilch.
Ich verzichte auf Eier, wo es geht, und esse weniger Käse.
Ich reduziere meinen Müll, wo es mir leicht fällt, also bei Tüten, Obst und Gemüse, hin und wieder auch bei Müsli, Reis und Nüssen im Unverpackt-Laden.

Das alles ist gut. Aber es fühlt sich noch nicht richtig an.

Richtig wäre, auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Studien weisen es nach und auch mein Herz weiß es. Das wäre das beste für die Tiere, das beste für die Umwelt, und mit ein bisschen Auseinandersetzung auch das beste für meine Gesundheit. Perfekt wäre, meinen Müll am Ende des Jahres auf ein Einmachglas zu konzentrieren, um wenigstens einen winzigen Ausgleich zum Rest der Welt zu schaffen. Konsequent wäre, ab sofort vegan zu leben und nur noch unverpackt einzukaufen.

Aber Cold Turkey ist nicht meine Art. Bei Mode konnte ich den kalten Entzug durchziehen, ja. Von heute auf morgen hörte ich auf, Fast Fashion zu kaufen. Weil Mode nichts ist, das ich täglich neu brauche, weil mein Job und mein Alltag nicht davon abhängen, was ich trage, und weil in mir einfach etwas zerbrochen ist, in dem Moment, in dem ich die Näherin in The True Cost weinen sah. Ich könnte jetzt Rechtfertigungen bringen, WARUM es bei Veganismus und Zero Waste anders ist, warum es für mich zu anstrengend ist, von heute auf morgen keine tierischen Produkte mehr zu essen oder keinen Müll mehr zu produzieren. Es wäre eine lange Liste. Sie wäre aber Quatsch, denn ich hasse Ausreden, auch wenn es plausible Ausreden sind. Die meisten haben am Ende mit Bequemlichkeit zu tun. Möglich ist alles, wenn man es wirklich will und sich die Zeit dafür aus den Rippen schneidet. Die Wahrheit ist aber: Ich will gar nicht von heute auf morgen. Ich bin wohl manchmal impulsiv, aber das radikale Gen fehlt mir.

Ist ein Cheat Day die Lösung?

Ehrlich? Ich vermisse es, nach Lust und Laune Fleisch zu essen. Und hätte ich nicht den einen Cheat Day, auf den ich mich freuen kann, hätte ich längst das Handtuch geworfen – und würde wieder unkontrolliert essen, nur dieses Mal mit schlechtem Gewissen. Müsste ich jede Woche zwei Mal zum Unverpackt-Laden anstatt jeden zweiten Samstag, hätte ich dafür keinen Nerv. Indem ich mir erlaube, langsam zu machen, nehme ich mir den Druck. Und schaffe oft auch zwei Wochen ohne Fleisch. „Flexitarier“ möchte ich mich deshalb bitte nicht nennen. Denn ich finde es ziemlich erschreckend, dass wir einen Begriff dafür haben, nicht immer und ständig Fleisch zu essen. Sollte das nicht selbstverständlich sein? Für mich gibt es da das mindeste, das, was man von jedem erwarten kann – Flexitarismus. Und dann das Maximale – Veganismus.

Ich kann mich aktuell weder mit dem Schild „Veganer“ noch mit dem Schild „Zero Waste“ schmücken. Ich weiß nicht, ob sich das jemals ändern wird – oder soll. Ich kaufe mir für Sonntagmorgen gerne abgepackte Croissants bei Lidl, finde Banane statt Ei im Teig eklig, im Fitnessstudio würde mich die Stückseife nerven und ich habe manchmal keinen Bock, nach zehn Stunden in der Agentur als Einzige einen Salat zu essen, weil es im Restaurant sonst nichts ohne tierische Produkte gibt. Veganer Käse? Sorry, aber das schmeckt für mich einfach nur merkwürdig. Ich mache nicht alles richtig. Und deshalb gebührt mir auch keiner dieser unantastbaren Titel. Liebe Veganer, Zero Waster und sonstigen Gruppen: Das ist kein Bashing. Ich habe den größten Respekt vor denen, die die Umstellung in kürzester Zeit schaffen und auch dabei bleiben, und würde ihnen niemals unterstellen, dass sie sowas aus Aufmerksamkeitsgründen tun. Um Gottes Willen, wisst ihr, wie viel Einsatz so ein Lifestyle erfordert? Niemand, der nicht wirklich daran glaubt, kann das durchziehen! Und selbst ich, die nach etlichen wissenschaftlichen Dokus und Inspirationen von grünen Bloggern absolut daran glaubt, schaffe es nicht.

Warum vegan leben?

Vegan als Weg

Ich glaube, dass kalter Entzug nicht für jeden ist. Denn ich beobachte neue Veganer, die mit ihrem selbst auferlegten Schicksal hadern, weil es sie müde macht, an Weihnachten mit der Familie zu streiten. Ich sehe Menschen, die sich für die neueste “Sünde” schämen müssen – ein Mal Chemie statt Natur, ein Mal Palmöl, ein Mal nicht bio. Leute, ist das nicht Wahnsinn? Ihr selbst seid die, die wissen, wie schlimm es ist, wenn man ständig verurteilt und als “Missionar” abgestempelt wird, ohne überhaupt etwas gesagt zu haben. Ihr sagt ja meistens schon gar nichts mehr. Aber wenn ihr nicht annähernd so hart und erbarmungslos zu anderen seid, wie man es euch nachsagt, wieso dann zu euch selbst?

Ich persönlich brauche selbstgemachte Regeln oder Richtlinien, um nicht die Kontrolle zu verlieren und halb-versehentlich zurück in mein unreflektiertes Konsumverhalten zu rutschen. Ich brauche aber genauso ein Budget für Fehler. Denn was, wenn ich eben doch mal „unnötig“ eine Packung Eier kaufe, weil ich einfach zu bequem bin, heute Abend noch ein neues veganes Rezept auszuprobieren, von dem ich nicht weiß, ob es schmeckt? Bin ich dann ein schlechter Mensch? Habe ich versagt? Wie viel Zwang tut noch gut? Wie viel Druck muss ich mir selbst machen, um noch voran zu kommen? Und was heißt vorankommen? Geht es immer nur um Optimierung, um Steigerung, um den nächsten Schritt? Kann ich mich nicht mal zurücklehnen und sagen: Geil, ich habe diese Woche kein Fleisch angerührt und es auch überhaupt nicht vermisst?

Ich bin nicht perfekt. Aber dafür geht es mir gut und ich genieße die Reise.

Vegane Inspiration

Keine Angst vorm Veganismus! (Mehr als Grünzeug)
Warum vegan? 20 Fakten in einer Infografik (Ricemilkmaid)
#myveganstory – eine liebevolle Perspektive (Angela Doe)
Minimalistisch-vegane Rezeptvideos (Jenny Mustard)
Recap zur Klimatarier Challenge – eine moderate Perspektive (Anna Frost auf fafine.de)
Tofucken – ein überdurchschnittlich lustiges Kampagnenvideo (Peta2)
Warum vegane Mode? (Justine kept calm and went vegan)
Cowspiracy – die Doku gibt es auch auf Netflix.

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28 Comments

  • Reply
    Vita
    13.11.16 at 20:53

    Hey Sabine! Ich wünschte auch, ich könnte mich vegan ernähren. Bisher reicht es leider „nur“ für die vegetarische Ernährung. Trotzdem bin ich schon darüber recht froh, da ich seit über einem halben Jahr kein Fleisch esse und es mir absolut nicht fehlt. Sonst habe ich auch eher ein- bis zweimal die Woche Fleisch gegessen, aber hätte ich vorher schon gewusst, wie leicht mir das fällt, hätte ich viel eher damit angefangen! Mein größtes Problem ist die Milch, auf die ich einfach nicht verzichten kann. Aber vllt schmeckt mir der Haferdrink (hole ich mir morgen!) ja so gut, dass ich von Milch wegkomme 🙂

    Liebe Grüße,
    Vita

  • Reply
    Andi
    13.11.16 at 21:09

    Weniger und bewusster tierisches zu konsumieren ist doch schon super! Jeder Schritt ist klasse! Ich finde, man sollte soch da gar nicht unter Druck gesetzt fühlen, einen krassen Umstieg von heute auf morgen zu machen.

    Ich habe auch über Jahre den Fleischkonsum zurückgefahren, mich vermehrt mit Inhaltsstoffen, Produktionsbedingungen usw beschäftigt. Das alles noch ohne Absicht jemals vegan oder vegetarisch zu werden. Durch die lange Vorbereitung fiel der plötzliche Umstieg dann leicht und ich vermisse/bereue nichts. Ohne das Vorwissen, wäre das aber sicher anders gelaufen.

    Falls du irgendwelche Tipps brauchst, melde dich gerne!

    LG
    Andi

  • Reply
    Lioba
    13.11.16 at 21:10

    Hallo Sabine,
    wirklich sehr interessanter Artikel. Ich handhabe es eigentlich ähnlich wie du – esse selten Fleisch (bzw. würde mir selbst keins kaufen) und entscheide mich, wenn ich die Alternative habe, gern für milch- und eifreie Produkte. Für mich selbst das zu handhaben ist absolut kein Problem, schwierig wird es aber immer dann, wenn andere Menschen mit involviert sind. Ich will nicht meiner Oma erklären müssen, warum ich lieber kein Würstchen haben möchte und meiner Mutter keine extra Mühe machen, wenn ich denn schon mal da bin zum Essen. Für meinen Freund habe ich schon mehrmals vegetarisch/vegan gekocht (natürlich ohne zu sagen „guck mal, das ist vegan!“), nur ist er auch leidenschaftlicher Fleischesser, sodass ich schon deswegen kein „Theater“ machen oder es ihm „verbieten“ will – wo es geht, kriegt er dann sein Schnitzel und ich eben was anderes, aber bei vielen Gerichten ist das nunmal nicht möglich.
    Vor zwei, drei Jahren war ich immer selbst sehr genervt von Leuten, auf die Rücksicht genommen werden musste, als hätten sie eine lebensgefährliche Intoleranz. Deswegen will ich anderen da nicht auf die Nerven gehen oder Umstände bereiten. Oder allein schon als „Öko“ abgestempelt werden.
    Mal sehen, wie es für mich weiter geht und wie konsequent…
    Liebe Grüße,
    Lioba

    • Reply
      Sabine
      13.11.16 at 21:30

      Liebe Lioba,
      ich kann dich da sehr gut verstehen! Ich glaube, für mich ist es auch vielmehr Konfliktpotential als Verzicht, was mir Bauchschmerzen macht. Als introvertierte Person finde ich es generell schon anstrengend, mich auch noch ständig im Privaten zu erklären (womöglich steht man dann im Mittelpunkt, ih!). Und gegenüber Menschen, denen man sehr wohl nahe steht, die einen aber in dieser Hinsicht einfach nicht verstehen werden (Oma), ist es vielleicht noch schwieriger. Einerseits finde ich es schön, wie viel kulturelle Bedeutung Essen hat und wie sehr es in der Familie zelebriert wird. Aber es birgt dadurch halt leider auch Potential für persönliche Kränkungen… von den praktischen Implikationen mal ganz abgesehen!
      xx

  • Reply
    Sabine
    13.11.16 at 23:07

    Starker Text! Mir geht es in Bezug auf Vegetarismus so. Statt ganz zu verzichten habe ich wie du den Fleischkonsum deutlich runtergefahren und esse Fleisch nur dann, wenn ich richtig Lust drauf habe.
    Sich selbst unter Druck zu setzen bringt nichts, zu viel Optimierung auch nicht. Vielleicht kommt dann ganz von selbst der Moment, wenn man feststellt, dass man seit einem halben Jahr kein Fleisch gegessen hat, und es auch gar nicht vermisst hat. 🙂

  • Reply
    Katharina
    14.11.16 at 06:09

    Liebe Sabine!
    Ein wirklich toller Beitrag – gleich mal geteilt!
    Ich finde toll, wie Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt. Ich habe mich auch für eigene Regeln entschieden, aus vielen Gründen, u.a. weil ich verstanden habe, dass meine Ernährung nicht in eine Schublade passen muss, damit sie mir gut tut. Jetzt fahre ich einen Mix, der mir gut tut und den man am ehesten als Paleo, aber ohne Fleisch beschreiben könnte… 😀

  • Reply
    Jenni
    14.11.16 at 10:20

    Liebe Sabine,

    wieder einmal ein wirklich toller Artikel, der wirklich an die Substanz, ans Wesentliche geht – das mag ich bei denen Beiträgen immer so sehr.
    Ich finde es klasse, dass du die nichtperfektionistische Sicht auf die Dinge hast – es erlaubt dir, mit viel Kreativität, Verspieltheit und Entdeckungsdrang die neuen Gebiete für dich zu erkunden und ich glaube, das ist das Beste, was man tun kann. Ich persönlich bin auf vielen Gebieten doch eher der Typ für kalten Entzug (Fair Fashion, Veganismus), in anderen Gebieten bin ich aber ebenfalls davon überzeugt, dass man nur Schritt für Schritt vorankommen kann (wer kann schon von heute auf morgen müllfrei leben?).
    Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht (auch für mich selbst) und glaube, dass Perfektionismus nicht das Ziel ist. Unter keinen Umständen – der Druck, den man sich damit macht, ist einfach zu groß. Der Spaß weicht der Verpflichtung.
    Jede und jeder muss für sich selbst ganz individuell und in jeder Lebenslage neu entscheiden, was jetzt richtig für ihn/sie ist und was sich gut anfühlt. Und dann den Weg weiter gehen – oder eben auch nicht.
    Für mich ist der Veganismus beispielsweise eine 100%ige Angelegenheit (zumindest insofern man ihn durchziehen kann, unsichtbare Faktoren, die man nicht auf dem Schirm hat/nicht vermeiden kann, sind da ausgenommen). Müllvermeidung ist eine 80%ige Sache – alles schaffe ich einfach nicht, obwohl ich es mir vorgenommen habe, engagiert, wie ich an solche Sachen herangehe. Aber ich habe gemerkt, dass mich das auf Dauer nicht glücklich macht, diese angestrebten 100%. Jetzt bin ich zusammen mit Mr. Grünzeug bei 80% (so gut wie plastikfrei, aber noch einiges an Papier produzierend) – und das ist vollkommen okay so. 🙂

    Lass‘ dich nicht abbringen von deinem Weg und zweifle nicht an dir selbst – das, was du machst, ist toll so! Und eine Weiterentwicklung wird es immer geben, in irgendeiner Form.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Sabine
      15.11.16 at 12:01

      Liebe Jenni,
      über deine Kommentare freue ich mich immer so, dass ich mich dieses Mal echt dabei ertappt habe, wie ich auf einen gewartet habe. Danke, dass du mir diesen heimlichen Wunsch erfüllt hast 😉 Dein Zero-Waste-Weg ist mir extrem sympathisch und wie gesagt: Respekt, dass du es beim Veganismus auf 100% schaffst!
      xx

  • Reply
    Elin
    14.11.16 at 12:39

    Was für ein treffender Artikel! Mir geht es seit letztem Jahr so. Ich war unzufrieden mit meiner Ernährung und bin auf Dr. Fuhrmans Bücher gestoßen. Er ist Ernährungsmediziner und rät zu pflanzlicher Ernährung (Eat to live oder The End of Dieting sind seine besten Bücher) und dann kam ich ins Nachdenken. Bei mir ist es der gesundheitliche Aspekt, plus die Tatsache, dass mein Freund kaum Fleisch essen sollte, um seine Gesundheit zu erhalten.

    Doch wie streng kann man sein? Mehr Pflanzen in der Ernährung, komplett vegetarisches Mittagessen (verwende 1x im Jahr Ei) – alles kein Problem, es gibt aber an jeder Ecke ein Aber. Man ist nicht streng genug. Wenn ich auswärts essen gehe, dann mittlerweile zu 90% vegetarisch. Doch das Ei-Problem kommt beim Backen, das Milch-Problem beim Schokopudding, Pflanzenmilch hingegen nicht. Und das Familiengrillen *seufz*?

    Der schlimmste Faktor bei mir ist die Familie bzw. die Gesellschaft. Selbst bei Twitter wurde ich mal heftiger angegangen, von Gleichaltrigen, weil ich Fleisch für ungesund erklärt habe. Wo solches Verhalten hinführt, nämlich zu vielen Folgeerkrankungen, die man gerne als Alterskrankheiten abtut (Herzerkrankungen etc.), wissen immer noch zu wenige. Solange die alten Generationen so essen wie jetzt, wird sich nichts ändern. Ich würde es begrüßen, wenn meine Kinder Veganer wären. Oder Pescetarier.

    Ich war letztes Jahr sehr streng mit mir, habe viel drüber diskutiert, gelesen und gemerkt, wie mir der Spaß am Essen dadurch ein bisschen verlorenging. Ich musste strenger auswählen, hatte die Leichtigkeit verloren. Ja, ich esse immer noch sehr selten Fleisch, aber dafür hat der Heißhunger aufgehört, weil ich ein bisschen anders esse. Ich kenne die wichtigsten Punkte einer vollkommen gesunden Ernährung und könnte sofort umstellen – aber ich kann und will nicht. Ich werde bei meiner aktuellen Ernährungsweise bleiben, weil ich jetzt „intuitiver“ esse, nicht mehr starr auf High Carb abziele und generell mehr Abwechslung einfließen lasse. Mir geht es besser als zu Omnivor- und HighCarb-pflanzliches Essen-Zeiten. Das ist mein Weg und das macht doch ein wenig glücklich.

    Probier herum, aber hab kein schlechtes Gewissen 🙂

    LG
    Elin

  • Reply
    Monika
    14.11.16 at 15:12

    Danke für diesen sehr ausgewogenen Artikel. Besonders beeindruckt hat mich deine Erkenntnis, dass „du etwas Gutes gemacht hast, bedeutet nichts, weil du nicht ALLES gut machst. Wieso erwartet jeder Perfektion von denen, die die Welt ein bisschen besser machen wollen? “ Diese Geisteshaltung macht mich ebenfalls fertig, vor allem aber, weil ich sie auch in engster Verwandtschaft und Freundschaft finde. Als wolle man sagen „Ist doch eh alles egal, ich geh jetzt noch ein bisschen poweshoppen und kleine Tiere töten nach mir die Sintflut“. Pack ich nicht, so Aussagen. Und nein: Es färbt nicht ab. Ich stelle dann gerne die Gegenfrage, z. B. Wo hast du gelernt so ein Zyniker zu sein? Warum soll ich perfekt sein, nur weil ich eine bessere Welt will? Warum macht es dir solche Angst, dass ich anfange bei mir etwas zu ändern?
    Was ich nicht mache ist, mich für etwas zu schämen, oder gar den Mund zu halten, nur weil ich so gar nicht erfekt bin.

    Ich möchte dir noch ein Stück Info geben zu einem Punkt den du angeaprochen hast (“ Ich habe gelernt, dass man Kleidung nachhaltig aus Holz produzieren kann“): Nicht um dich zu örgern, sondern um zu zeigen, dass auch diese MEdaille zwei Seiten hat. Konsum ist und bleibt das Problem, egal wie „nachhaltig“, er verbraucht immer und er verschmutzt immer:

    …Bei der Herstellung von Viskose entstehen Schwefelwasserstoff und Schwefelkohlenstoff, diese beiden Stoffe sind extrem umweltschädlich und in größeren Mengen sogar tödlich. Umweltbelastungen im Viskoseproduktionsprozess ergeben sich durch Kohlendioxidemissionen bei der Zelluloseherstellung sowie Schwefelkohlenstoff und Schwefelwasserstoff. Charakteristisch sind die schwer zu kontrollierenden Nebenreaktionen von Schwefelwasserstoff mit Natronlauge und die Freisetzung von Schwefelwasserstoff und Schwefelkohlenstoff.
    Das größte Problem ist jedoch die Belastung der Gewässer durch große Mengen schwer abbaubarer chlororganischer Verbindungen, die bei der Chlorbleiche der Viskose anfallen. Das heißt die Herstellung von Viskose wird durch starke Umweltbelastungen begleitet…
    Quelle: http://blog.maas-natur.de/post/139163194447/viskose-zwei-seiten-einer-medaille

    • Reply
      Sabine
      14.11.16 at 19:55

      Liebe Monika,
      danke für den ausführlichen Kommentar und die wichtigen Infos! Tatsächlich habe ich nicht an Viskose gedacht, sondern Lyocell, aber es kann gut sein, dass es auch da Probleme gibt. Letztendlich ist kein neuer Konsum natürlich immer am nachhaltigsten 😉
      xx

  • Reply
    Elisabeth
    14.11.16 at 20:14

    Liebe Sabine,
    Danke! Dein Artikel ist großartig! GENAU DAS will ich ich auch schon immer sagen, aber so gut in Worte verpackt wie du habe ich es bisher nicht bekommen 🙂
    Da ich ja selbst nach Jahren auch noch immer nicht 100% vegan bin, kann ich das alles nur unterschreiben. Ich wäre gern vegan, zero waste und auch sonst perfekt meinen Idealen entsprechend, aber ich bekomme es nicht immer durchgezogen. Egal, 97% sind auch gut und die 100% weiterhin das Ziel, aber bitte ohne destruktiven Zwang.
    Manchmal finde ich es schade, dass ich mir das „Veganer-Schild“ nicht offiziell umhängen kann. Vielleicht kommt das bald noch, und vielleicht nicht. Ich denke, am wichtigsten ist es, sich von den eigenen Fehlern nicht entmutigen zu lassen und einfach immer weiter zu machen.
    In diesem Sinne: Weiter so! Mit den tollen Artikeln, und mit allem anderen auch 🙂
    Alles Liebe,
    Elisabeth

  • Reply
    Karin
    14.11.16 at 21:08

    Liebe Sabine,
    Du sprichst mir aus der Seele und ich kann mich nur Elisabeths Kommentar anschließen…wir sind eben alle nur Menschen. Je mehr man sich mit den Themen beschäftigt, umso mehr will man „richtig“ machen, wie Du es nennst und das kann mitunter wirklich schwierig, anstrengend und manchmal auch entmutigend sein, wenn man versucht verschiedenste Anliegen wie bio, fair, vegan, zero waste & Co. unter einen Hut zu bringen. Ich hadere dann auch oft ganz streng mit mir selbst, wenn mir „Ausrutscher“ passieren und es tut gut zu wissen, wievielen anderen von Euch es auch so geht. Jeder von uns hat sein eigenes Tempo auf seinem Weg und jeder Schritt, den wir machen ist gut und es geht halt nicht immer nur vorwärts und auch nicht immer schnell. Bei anderen ist man da immer gleich nachsichtiger als mit sich selbst (zumindest geht es mir so).

    Auf alle Fälle wünsche ich Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg in Deinem Tempo,

    liebe Grüße,

    Karin

  • Reply
    Sascha
    15.11.16 at 12:27

    Hallo Sabine,

    ich bin seit Anfang des Jahres Vegetarier und bewege mich seit dem immer mehr in Richtung vegane Ernährung. So 100% habe ich das auch noch nicht „geschafft“, bin aber der Meinung dass es nicht immer die 100% Lösung sein muss. Jeder der auch nur ein bisschen Tierleid vermeidet, tut schon mehr als viele andere auf dieser Welt.
    Wichtig ist meiner Meinung nach der Weg den man einschlägt und nicht ob man schon am Ziel angekommen ist.

    Gruß
    Sascha

  • Reply
    Cookies&Style
    15.11.16 at 14:04

    Hey Sabine,

    finde ich klasse, dass du dich mit dem Thema vegan auseinandersetzt. Ich kenne das nur zu gut, mein Mann hat auch mal versucht vegetarisch zu leben… da ging ganz schön in die Hose haha. Jeder soll so machen, wie er gerne möchte ist meine Meinung dazu.

    Bin gespannt, wie dein Weg weiter geht.

    Liebst,
    Ulrike

  • Reply
    Dorie
    15.11.16 at 14:46

    Toller Text und toller Ansatz. Wäre ich überhaupt so weit, so zu leben wie du es aktuell tust und als „zu wenig und noch nicht richtig“ beschreibst, dann wäre ich schon mal einen großen Schritt weiter.
    Letzten Endes finde ich es toll, wenn man sich bemüht möglichst korrekt zu leben. Aber wenn man das geschafft hat, könnte ich wetten, dass man sich wieder etwas neues sucht, was es zu verbessern gibt. Also wie du schon sagst, du genießt die Reise und in diesem Fall ist wohl wirklich der Weg das Ziel, denn Gott hat die Welt auch nicht in einem Tag erschaffen und jetzt genug der klugen Sprüche.
    Also wie gesagt cooler Start, lass dich nicht aufhalten und mach weiter so 🙂
    Liebe Grüße, Dorie
    http://www.thedorie.com

  • Reply
    Kea
    15.11.16 at 16:00

    Liebe Sabine, diesen wunderbaren Artikel habe ich direkt auf fb geteilt, damit er so viele Menschen erreicht, wie möglich – ich finde seinen Inhalt so, so wichtig! Es tut gut, wie du das hin-und-her beschreibst, das jeder Veränderung innewohnt und dass da Platz ist für all das, was eben noch nicht immer so klappt. Ich erinnere mich gerne an das, was Olga von zerowaste auf dem greenbloggermeetup in Köln zu uns gesagt hat: Wenn alle von uns es ein wenig besser machen, ist das für die Erde viel wertvoller, als wenn einer es perfekt macht. In diesem Sinne – schön, dass wir uns gegenseitig unterstützen und die grüne Bloggerszene mit dir eine so liebevolle und ermutigende Stimme hat! Liebe Grüße, Kea

    • Reply
      Sabine
      15.11.16 at 22:00

      Tausend Dank für die lieben Worte ❤️ Und natürlich das Weiterempfehlen! Ich bin froh, dass wir uns kennengelernt haben <3 Und ja, die Worte von Olga klingen bei mir auch noch nach...

  • Reply
    Tabea
    15.11.16 at 18:44

    Liebe Sabine,

    du glaubst gar nichtwie sehr ich diesen Post liebe. Danke, dass du ihn verfasst hast!

    Wie du habe ich irgendwann in den letzten Jahren begonnen, mich mit Nachhaltigkeit und gesunder Ernährung auseinanderzusetzen und stolperte dabei dann über die unterschiedlichsten Lebensweisen: Vegan, Paleo, Minimalistisch, Zero Waste, High Carb, Low Carb,…

    Und von alles habe ich hinterfragt und mir Gedanken darüber gemacht, ob das so für mich Sinn machen könnte. Ich habe nämlich ein Ziel, an dem ich arbeite: gesund alt werden und weniger umweltschädlich sein als die meisten anderen. Und dabei bin ich genau wie du eben der Meinung, dass jeder kleine Schritt zählt und nichts perfekt sein muss. Und von daher finde ich diese kritischen Stimmen von außen auch richtig dämlich und bin froh, damit kaum konfrontiert zu werden. Denn das die Anhänger eines bestimmten Lebensstils so aggresiv sind, wie gern behauptet wird, empfinde ich keinesfalls so. Ich kann dir nur zustimmen: Schlimm sind die, die irgendwas gegen das eigene schlechte Gewissen machen wollen, indem sie dem reflektiert lebenden Gegenüber Vorwürfe für Kleinigkeiten machen.

    Diese Spirale, dass man selbst immer besser werden möchte, erlebe ich gerade auch. Es find damit an, dass ich nur Fleisch von glücklichen Tieren essen wollte (entweder ich kannte das Tier persönlich oder es lebte bei einem Milchbauern, mit dem meine Mama guten Kontakt hat) und ging dann vorletzten Sommer weiter mit Bio-Kartoffeln und wurde vor 1,5 Jahren ergänzt von ausschließlich Bio-Joghurt und Bio-Milch und Bio-Möhren. Tja, und jetzt, mit meinem Auszug von Zuhause in die eigene Wohnung, da wollte ich plötzlich konsequenter sein: Bio-Käse und Bio-Brot lautet die Devise. Und Bio-Tee. Und Mehl bitte auch. Und es werden ständig mehr Dinge, wo ich den Umstieg wage.

    Auto fahre ich schon seit ich eins habe sehr wenig, und Kleidung kaufe ich seit Anfang des Jahres eigentlich nur noch Second-Hand. Achja, und Plastiktüten gibt es eh nicht mehr für mich – ein hoch auf loses Obst und Stoffbeutel.

    Aber so ganz radikal will ich auch nicht sein… ich habe nämlich Angst davor, dass das im Umgang mit anderen zu Problemen führen kann, wenn ich plötzlich alles ablehne, wo ich doch eh schon ein schwieriger Mensch bin… Respekt vor denen, die es geschafft haben, habe ich auch. Dein Weg ist mir aber auch der sympatischere, weswegen ich ähnlich lebe.

    Liebe Grüße

    • Reply
      Sabine
      15.11.16 at 20:07

      „Wo ich doch eh schon ein schwieriger Mensch bin“ – über so viel Selbstreflektion musste ich eben sehr schmunzeln. Danke!

  • Reply
    Katharina
    15.11.16 at 22:48

    Sehr interessanter Beitrag! Aber geht es um Perfektion oder darum sich selbst ein Schild umzuhängen? Es klingt n dem Beitrag sehr danach als drehen sich diese Thematiken um dich, dabei dreht sich doch alles um die Umwelt, oder nicht? Bewusster und nachhaltiger zu leben ist doch etwas was für die allgemeine gesellschaft einen Nutzen hat und nciht für betitelte Randgruppen. Ich halte von diesen ganzen „Schildern“ eigentlich nichts. Jeder muss einfach ein Bewusstsein für die Umwelt und das Überflüssige schaffen und sich ein bisschen danach richten, ohne Druck und Zwang. Ich gebe mir selbst keine Tiel, aber ich esse kaum Fleisch, allerdings ohne viel darüber nachzudenken und ich trinke lieber Leitungswasser, weil das schonmal die plastikflaschen meidet. Auch mit Sojamilch habe ich es eine Weile verscuht, aber das war kein guter Ersatz.
    Ich finde es wichtig, dass sich jeder ein bisschen Mühe gibt, etwas gutes zu tun – egal in welchem Bereich. Und dabei sollte sich jeder gut fühlen. Wenn du dich nur als Veganer gut fühlen kannst, dann drücke ich dir Daumen, dass du es schaffst. Aber ich denke es gibt viele Wege um der Umwelt etwas zurückzugeben und keiner davon muss so extrem sein.

    Ich persönlich reduziere alles ein bischen, so viel wie mir eben gut tut.
    Ahoi, Katharina

    • Reply
      Sabine
      16.11.16 at 08:23

      Schade, dass du das so verstanden hast. Ich denke, ich habe spätestens im letzten Absatz klar herausgearbeitet, dass ich „Schilder“ oder zumindest gewisse Regeln für mich selbst brauche, damit nicht wieder Schinkenwürfel im Croissant und Putenstreifen im Salat landen. Ich will nicht unüberlegt und damit unnötig Fleisch konsumieren. Dass das damit verbundene schlechte Gefühl mehr mit meinem Ego zu tun haben soll als mit der Umwelt, ist eine ziemlich steile These deinerseits, die ich einfach mal so stehen lasse.

  • Reply
    Julia
    19.11.16 at 17:02

    Liebe Sabine,
    normalerweise lese ich die Texte bei Blogs nicht so gerne, einfach weil mich Fotografien mehr faszinieren. Bei deinem Blog ist das anders: Ich finde deinen Schreibstil, die Themen und Bilder grandios! Das sollte einfach mal so am Rande erwähnt sein.
    Nun zum Thema: Ich kann dich komplett verstehen und das kommt von einer 100% Veganerin, die sich aber auch noch nicht in der Welt von Slow Fashion, Zero Waste etc. eingelebt hat, obwohl ich wirklich daran arbeite. Ich finde, dass du dieses Thema mit dem Post wirklich auf den Punkt getroffen hast – Hut ab!

    Ganz liebe Grüße, Julia | http://www.sere-ndipity.blogspot.de

    • Reply
      Sabine
      20.11.16 at 17:19

      Liebe Julia,
      das ist so ein schönes Kompliment, vielen Dank! Ich bewundere dich, dass du in deinem Alter schon so reflektiert bist und so liebevoll an deine Umwelt denkst!
      xx

  • Reply
    Mai
    23.11.16 at 22:06

    Ich finde es sehr schön, wie du an die ganze Sache heran gehst. Zugegebenermaßen kaufe ich Fast Fashion, obwohl ich weiß das ich es nicht sollte. Aber was die Themen vegan und Zero Waste betrifft, erkenne ich mich sehr in dir wieder. Ich lebe jetzt seit einem Jahr komplett vegetarisch und habe damit auch absolut kein Problem. Das liegt aber wohl vorallem daran, dass ich nie der sonderlich große Fleischfan war. Aber ich mache es auch, weil ich gegen die Massentierhaltung bin, gegen Tierquälerei. Und natürlich unterstütze ich diese durch den Konsum von Milch, Eiern und Käse genauso. Aber ich liebe Käse. Ich liebe Oma’s Kuchen und ich habe schon so viele verschiedene Pflanzenmilchs ausprobiert, doch im Kaffee schmeckt mir die normale trotzdem noch am besten. Letztendlich habe ich aufgehört mich unter Druck zu setzen. Ich verzichte da wo es geht und vielleicht habe ich mich irgendwann so weit daran gewöhnt, dass ich das alles nicht mehr brauche.

    Dein Beitrag hat mich so sehr zum Nachdenken angeregt, auch was die Mode betrifft…

    Liebste Grüße
    Mai von SPARKLEANDSAND.com

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    Sonnenuntergänge November - Habutschu!
    30.11.16 at 07:47

    […] immer perfekt sein? Nein, findet Sabine. Und das erklärt sie in ihrem Post darüber, dass sie zwar gern vegan wäre, aber eben auch ihre kleinen Schritte in die richtige Richtung besser sind als […]

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    FashionqueensDiary
    08.01.17 at 09:48

    Ich halte es ähnlich wie du: Fleisch, Eier, Milch ect stehen nach wie vor bei mir auf dem Speiseplan – aber viel, viel seltener als früher. Ich habe Reis- und Kokosmilch für mich entdeckt und liebe sie mittlerweile abgöttisch, was ich sonst vielleicht nie getan hätte^^

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    Meine Abend-Pflege-Routine | Eine ehrliche Version - Schrift und Herz
    02.02.17 at 22:48

    […] Sabine von A Hungry Mind hat dazu sehr schöne Worte gefunden: „Wir alle streben nach Gut, nach Besser, und am Ende des Tages nach Richtig. Und Richtig kennt keine Schattierungen, keine Ausreden, keine Relativierung. Es gibt gegenüber uns selbst keine Eins minus, nur noch „nicht richtig“ und „richtig“. Richtig ist der Endgegner.“ […]

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