Creative Minimalism

Wie ich meinen Alltag organisiere

minimalistischer Wochenplaner

Ich bin ein Chaot. Egal was ich euch zu meinem beruflichen Organisations- und Strukturtalent erzähle, egal wie sehr ich die Ordnung in meiner Wohnung lieben und zelebrieren gelernt habe – in meinem Kopf herrscht Anarchie. Das ist der Grund, warum ich mich im Alltag neben dem Job gut organisieren muss, und gleichzeitig die Ursache dafür, dass ich es einfach nie schaffe.

Ich will eine Million Projekte umsetzen. In der Agentur, aber genauso privat und mal so nebenbei. Leider ist „mal so nebenbei“ mit meinem göttlichen Studentenleben und dem darauffolgenden Vollzeitjob einen kläglichen, wenn auch laut jammernden Tod gestorben. Was will man machen! Will ich jetzt noch etwas für den Blog schaffen, mir ein paar leckere und gesunde Gerichte pro Woche kochen und dann noch ein bisschen Zeit für Freunde, Freund und meine Introvert-Bedürfnisse haben, muss ich im Voraus planen.

Es ist meistens der Sonntagnachmittag, an dem ich auf meinem Bett sitze, eine Tasse Tee neben mir, eine Folge meiner aktuellen Lieblingsserie auf dem Bildschirm (diese Woche ist es der Gilmore Girls Rebinge) und um mich herum fünf Notizbücher. Bis jetzt.

minimalistischer Kalender

Notizbücher und ich – es ist kompliziert. Ich brauche sie einfach, um kreativ zu werden, weil ein Bildschirm für mich nie dasselbe bieten kann wie ein weißes Blatt Papier. Eine Tastatur bietet endliche Möglichkeiten und ist letztendlich dazu da, die Dinge nicht nur aufzuschreiben, sondern sie auch wieder zu löschen. Was ich auf Papier schmiere, landet auf dem Papier, genau so wie es ist. Das lässt mir allen Raum für Kreativität, ist aber auch mein größtes Hindernis. Ich kaufe wunderschöne Notizbücher und beginne sie voller Enthusiasmus. Ich ordne ihnen ein Thema zu und fange an zu schreiben und zu zeichnen. Bald mache ich den ersten vermeintlichen Fehler, muss durchstreichen und fange an, schlampig zu werden. Und plötzlich habe ich das Buch nicht mehr gern. Oder ich brauche es gar nicht, weil ich über ein Vokabelheft oder eine analoge Adresssammlung eben doch raus bin.

Also kritzle ich am Ende lieblose Notizen in alle Überbleibsel – denn einen richtigen, übersichtlichen Kalender kann man nur am ersten Januar oder notfalls als Schulkalender im Juli beginnen. Und wenn ich meine Ordnungskrise bekomme, ist selten zufällig Ende Juni oder Ende Dezember. Diesen Oktober hat notonlynotes* mich gerettet: Mit einem Planner, den man an jedem Tag beginnen kann. Ein ANY TIME PLANNER.

minimalistischer Schreibtisch

Minimalistischer Planer von notonlynotes

Der Any Time Planner ohne Datum beinhaltet wechselnde Monatsseiten und Notizseiten und ist für bis zu 55 Wochen angedacht. Ich benutze ihn allerdings ein wenig anders – die fünf Kästchen unter jedem Wochentag stehen bei mir nicht für fünf Wochen, sondern für fünf Kategorien: Termine, To Dos, in and out (zu erwartende/sendende Mails, Post und Finanzen), Blog To Dos und Essenspläne. So habe ich für jeden Tag genug Platz! Schade finde ich nur, dass Samstag und Sonntag sich eine Spalte teilen müssen, denn das sind oft meine (privat) verplantesten Tage. Was mich aber besonders freut: Alle Produkte von notonlynotes sind aus Recyclingpapier.

minimalistischer Planer
minimalistischer Planer

Die beste Zeit für einen neuen (Organisations-)Versuch ist also wie immer: JETZT. Und ein minimalistischer Planer ohne Datum ist dafür mehr als perfekt. Drückt mir die Daumen und erzählt mir von euren Tricks, wie ihr organisiert bleibt!

*In freundlicher Kooperation mit notonlynotes

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11 Comments

  • Reply
    Sören
    25.10.16 at 20:59

    Guten Abend,
    toller Artikel mal wieder!:) Könntest Du Vllt mal leere Doppelseiten hier oder bei Instagram zeigen? Würde mir gerne ein noch besseres Bild von dem Planer machen:)
    Danke Dir!
    Beste Grüße,
    Sören

  • Reply
    Kati
    25.10.16 at 21:08

    Der sieht wirklich hübsch aus! Ich benutze den „Ein guter Plan“, weil ich ihn vom Konzept und der Aufmachung her sehr hübsch finde, fürs nächste Jahr darfs allerdings wieder was anderes werden. Der „gute Plan“ hat mir zuviele zusätzliche Seiten mit Tipps, Artikeln etc, die bei Papier dann halt tatsächlich ins Gewicht fallen – beim täglichen Mitschleppen. Ich bin ohne meinen Timer nämlich auch nur ein halber Mensch und wie du bevorzuge ich analog. Der von dir vorgestellte gefällt mir sehr gut!

    Liebe Grüße,
    Kati

    • Reply
      Jenni
      26.10.16 at 20:55

      Hallo Kati, liebe Sabine!

      Ich klinke mich da gerade einmal ein: Ich habe mir für dieses Jahr einen Guten Plan bestellt – allerdings in der „Pro“-Version. Die ist wesentlich kleiner, handlicher und praktischer zum Mitnehmen (leider nicht in Leinenbindung) – falls das für dich ein Kriterium ist, wäre das vielleicht eine Alternative. Das Konzept dahinter (und vor allem die Personen) finde ich auch sehr gut und denke, damit die richtigen Menschen zu unterstützen. Und einen tollen, analogen Planer zu haben. 😉

      Liebe Grüße
      Jenni

  • Reply
    Katharina
    26.10.16 at 09:21

    Der Planer klingt wirklich interessant.
    Ich habe mich für den Klarheit Planer entschieden – den kann man übrigens auch immer beginnen. Diese Aufteilung zwischen verschiedenen „Bereichen“ des Alltags finde ich klasse.
    Und ja, die Notizbuch/Planer-Krisen kenne ich nur zu gut! 🙂
    Liebe Grüße

  • Reply
    Anne
    26.10.16 at 10:47

    So ein Quatsch, dass man alle Samstags- und Sonntagstermine immer in ein gemeinsames Feld quetschen soll! Als ob alle ihre Kalender nur für geschäftliche Termine benutzen würden :p Seit September habe ich mal wieder einen bpb-Timer, genau wie zu Schulzeiten – überhaupt nicht schick, aber ich freue mich drüber 🙂 Davor hatte ich eine ganze Weile keinen Papierkalender, sondern stattdessen ein To do-Notizbuch. Das hat aber erst dann so richtig funktioniert, als ich nicht mehr den Anspruch hatte, alles nur ordentlich und in Schönschrift einzutragen. Wenn ich mir was notiere, dann muss es meistens schnell gehen. Und wenn es schnell gehen muss, schreibe ich einfach nicht mehr schön! Bevor ich dann wieder angefangen hätte, die hastigen Notizen auf lose Zettel auszulagern, habe ich mir lieber unansehnliche Notizbuchseiten erlaubt…

    • Reply
      Marc
      03.11.16 at 11:43

      Hallo Anne, das Platzangebot ist leider begrenzt und aus diesem Grunde haben wir uns dafür entschieden, den Samstag/Sonntag auf ein Feld zu setzen. Den 35 Tagen auf einer Doppelseite folgt aber immer eine leere Doppelseite sodass man die Termine ergänzen kann. Fakt ist das am Wochenende, Gott sei Dank, weniger Termine sind. 🙂

      • Reply
        Nanne.
        04.11.16 at 22:42

        Lieber Marc,
        Ist das wirklich so mit den weniger Terminen? Ich denke ständig, dass ich samstags und sonntags genauso viel oder noch mehr Platz bräuchte, als an Wochentagen… Und das über Jahre. Ich nutze einen vertikalen Wochenplan im Filofax, und auch da gibt es immer nur geteilte Samstage und Sonntage.
        Ich find den notonlynotes Kalender echt schön, passt für mich persönlich aber leider nicht.

  • Reply
    Franzi
    26.10.16 at 15:29

    Der Planer klingt wirklich toll 😉 Werd ich mir mal anschauen!
    Liebe Grüße

  • Reply
    Verena
    29.10.16 at 12:59

    Ich bin ja ein großer Moleskine-Fan und kaufe mir jedes Jahr einen Kalender. Der Nachteil ist natürlich 1. der Preis und 2. das Gewicht. Zur Uni nehme ich ihn momentan nicht mit, da ich gemerkt habe, dass ich ihn dort nicht brauche.

    notonlynotes habe ich mir aber letztens mal angeschaut (dank dir ) und ich überlege nun, ob das nicht vielleicht doch etwas für mich ist.

  • Reply
    Elisabeth
    04.11.16 at 09:24

    Hallo Sabine,
    der Planer schaut interessant aus! Bei mir herrscht auch Chaos im Kopf – leider. Bisher hab ich es nicht geschafft, mich mit einem Planer zu organisieren. Eines meiner Probleme ist dabei tatsächlich auch, dass ich immer nur zum (Schul)-Jahreswechsel anfangen kann. Der any time planner ist da echt eine geniale Idee!
    Ich habe letztens außerdem von Bullet Journaling gehört, das klingt auch sehr interessant und vor allem toll flexibel! So ganz hab ich das System noch nicht verstanden, aber ich denke ich starte da demnächst einen Versuch…
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

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