Personal

Introvert’s Diary: Der Lärm des Sommers

introvertiert und hochsensibel

Sommer – das ist der Süden. Wo man bis spät abends draußen sitzen kann, abwechselnd Wein und Limoncello trinken, während die Vespas vorbeirauschen, die späte Sonne und das fröhliche Geschnatter der Italiener beobachten, ohne Ende Pizza essen, nochmal ans Meer fahren, das Leben fühlen, bevor der Hamburger Herbst so richtig anfängt. So hatten wir uns den Spätsommerurlaub vorgestellt – dass ich am zwölften Tag den totalen Zusammenbruch erlebe, war irgendwie nicht geplant.

Es ist ein Geldautomat, der mir den finalen Stoß gibt. Ich gebe meinen PIN ein, wähle den Betrag, bekomme die Karte wieder – und einen blauen Bildschirm. Genau in dem Moment, in dem das Geld kommen sollte; Gott weiß, wo es hin ist. Als J. in das Hotel geht, um nachzufragen, lehne ich an der Wand und kann plötzlich kaum atmen. Angst und Beklemmung breiten sich in mir aus. Dass es „nicht das erste Mal“ ist und „da nichts abgezogen wird“, interessiert mich überhaupt nicht mehr. Ich muss hier weg. Ich gehe im Stechschritt die Straße runter, während J. mir hinterherruft, „jetzt warte doch mal“. Ich breche sofort in Tränen aus. Und das ist krass. Denn ich weine selten, und nie in der Öffentlichkeit. Als er mich erreicht, schluchze ich schon erbärmlich.

„Wann hört das endlich auf? Wann ist endlich irgendwo Ruhe? Ich kann nicht mehr! Es ist so laut und es hört nie auf. Weißt du wo es hier am schönsten ist – auf der Autobahn! Weil es NUR dort mal ein bisschen ruhig ist. Mir ist das hier alles viel zu viel; ich kann nicht schlafen, ich bin so müde! Wie kann man nur in diesen elenden Städten leben und das auch noch geil finden, es ist die Hölle auf Erden!“

Selbst in dem Moment, in dem ich das alles in seine Brust heule, weiß ich, dass ich übertreibe. Ich meine, wie soll ein Land, in dem es Sonne und Pasta und La Dolce Vita gibt, in dem ich ein Dach über dem Kopf und wenig Angst vor Kriminalität habe, auch schon die Hölle sein?

Das ist trotzdem, wie es sich gerade anfühlt. Die letzten elf Tage haben mich so übel belastet, mit ihrem Dauerlärm so sehr an meinen Nerven gezerrt, in manchen Situationen bewusst, aber oft auch ganz nebenbei, dass ich wie traumatisiert bin. Und emotional völlig über Bord gehe. Mein Nervenkostüm läuft Zickzack. Wie ein Reh im Scheinwerferlicht weiß ich nicht, wohin mit mir – ich bin verwirrt, fühle mich gleichzeitig gejagt und in die Enge getrieben. Ich bin einfach nur noch verzweifelt. In Italien, das heißt in den Städten, ist es nonstop scheiße laut.

Italien Lautstärke

Unterhaltungen über Balkone hinweg, allgemeine Hupkonzerte, aufheulende Motorroller, ratternde Straßenbahnen, knallende Türen, Kindergeschrei, Hunde, Sirenen – irgendwas ist alle zehn Sekunden, und zwar 24/7. Mein Limit ist an diesem Vormittag endgültig erreicht.

Nachdem alles aus mir herausgeplatzt ist und ich wenigstens einmal konkret ausgesprochen habe, was mich belastet – das reine Meckern über die lauten Vespas zählt nämlich nicht, weil es nicht erklärt, wie es mir damit geht – fühle ich mich ein bisschen besser. Weil ich nicht mehr versuche, es mit mir ganz allein auszumachen. Und weil Heulen eben manchmal ein (kurzfristiges) Ventil ist.

Wir gehen irgendwann weiter, vorbei an zwei Restaurants am Straßenrand. Davor zwei Mitarbeiter, die die Szene aus zwanzig Metern Entfernung ganz sicher gesehen haben – nur offenbar nicht wahrgenommen. Als beide mich nacheinander auf gewohnte Touristen-Masche ansprechen, ob ich in ihrem Laden etwas trinken möchte, mutiert meine Hilflosigkeit zur blanken Wut. Dass der zweite noch nicht einmal kapiert, dass er eine Frau mit verheultem Gesicht, die den Typen vor ihm schon hemmungslos angefaucht hat, nicht noch einmal dasselbe zu fragen braucht, macht mein Urteil nicht milder.

Selbst eine halbe Stunde später, als wir schon längst in einem halbwegs ruhigen Park unter wunderschönen großen Bäumen – die Natur hilft mir immer – sitzen, grüble ich noch ziemlich einseitig. Was stimmt nicht mit den Leuten in diesem Land? Wie kann man nur so brüllend laut, rücksichts- und dann auch noch distanzlos sein? Wieso sagt man selbst nach Mitternacht nicht zu seinen tobenden Kindern, dass andere Leute irgendwann schlafen wollen? Wieso muss man alles so unfassbar chaotisch und dysfunktional gestalten, selbst den Straßenverkehr, den Bahnticketautomaten und die verdammte Toilettenspülung? Wie frech ist es, ein Airbnb nur mit Bildern von traumhaft weichen Betten zu bewerben und die Gäste dann auf einer steinharten Couch pennen zu lassen, nur um auch noch aus dem Wohnzimmer seiner dritten Wohnung in Rom Profit zu schlagen? Kann man nicht irgendwann mal den stinkenden Müll und die Scheiße von Palermos Straßen kratzen? Was für eine Kultur soll das sein, in der man stinkstiefelig und pampig wird, wenn die Touristen nicht die eigene Sprache beherrschen, gleichzeitig aber schmerzbefreit genug ist, um die Kohle einer Person zu buhlen, die gerade völlig außer sich ist?

Park runterkommen

Meine eigenen Gedanken erschrecken mich selbst, weil ich genau weiß, dass es zu schnelle, vor allem aber zu wütende und allgemeine Urteile sind. Ich generalisiere gerne, wenn ich mich aufrege, aber selten über Menschen, und schon gar nicht über Nationalitäten. Ja, wir hatten diese Erlebnisse – und leider auch nicht nur ein Mal. Ich war im Urlaub nicht nur von der lauten südländischen Art gestresst, sondern auch wirklich enttäuscht von unfreundlichem Personal und einer seltsam greifbaren Atmosphäre des Unwillkommenseins. Das alles entsprach überhaupt nicht dem, was ich bisher von Italien kannte. Aber natürlich ist es meine Überforderung, die aus mir spricht, wenn ich so grob über „die Italiener“ schimpfe, ohne über die Hintergründe zu reflektieren. Denn es gab natürlich auch nette und bemühte Kellner, Einheimische die mich über die Straße ließen obwohl die Zebrastreifen nicht zählen, zwei von vier Airbnb-Hosts, die nett und zuvorkommend waren, der dritte sogar ein so liebenswerter Familienvater und Künstler, dass ich ihm zum Abschied mein eigenes Notizbuch schenkte.

Normalerweise bin ich so offen für andere Kulturen, dass es mich höchstens zum Schmunzeln bringt, dass man bei den Italienern oft denkt, sie schreien sich an. Aber das waren vier Tage in Neapel. Nach zwölf Tagen durchgängigen Lärms fehlt mir die Distanz des Beobachters, weil ich keiner mehr bin. Meine private Schutzzone wird penetriert und ich kann keinen Schritt zurück machen. Es ist die vielleicht größte Herausforderung des Introvertiertseins, sich von der Außenwelt und den vielen einprasselnden Eindrücken abzugrenzen, um im Stillen seine Akkus aufladen zu können. Und gleichzeitig geht das, was ich hier erlebe, über die klassische Definition von Introversion („Ich muss mich zum Regenerieren auf meine Innenwelt fokussieren“) hinaus.

Es gibt ein Merkmal, das gut mit meiner Introversion und der Art, wie ich meinen Alltag erlebe, zusammengeht: Hochsensibilität. Ich glaube, dass ich hochsensibel bin. Ich passe an dieser Stelle auf, was ich schreibe, weil man sich nicht so einfach als hochsensible Person (HSP) identifizieren kann, wie man sich intuitiv auf der Skala von Introversion bis Extraversion einordnet. Hier geht es nicht nur um ein inneres Bedürfnis nach Ruhe, das sich existenziell anfühlen kann, sondern darum, dass Hochsensible wahrscheinlich tatsächlich Reize auf neuronaler Ebene stärker, das heißt ungefilterter, wahrnehmen und deshalb empfindlicher auf sie reagieren. Die Forschung ist noch sehr am Anfang, aber wie dem auch sei – aktuell beschreibt das Wort „hochsensibel“, so weinerlich und wichtigtuerisch es zunächst klingen mag, einfach nur das. Und viele Verhaltensweisen und Gefühle, die Hochsensible teilen, sind letztendlich eine Reaktion auf diese stärkeren Empfindungen. Anders als das kryptische Kürzel vermuten lässt, ist Hochsensibilität keine Krankheit, kein Syndrom und auch kein Special Label, das man sich hochoffiziell geben muss, sondern einfach nur ein Persönlichkeitsmerkmal, das geschätzt 15-20 Prozent der Bevölkerung teilen. 70 Prozent davon sind gleichzeitig introvertiert.

hochsensibel Natur

Ich bin besonders sensibel, was Emotionen und Beziehungen angeht, erlebe Stimmungen (meine eigenen und die meiner Umgebung) sehr stark und oft auch schwankend, was sich in dem Moment immer absolut anfühlt. Hochsensibel zu sein heißt, leidenschaftlich und empathisch zu fühlen, sich schnell mitreißen zu lassen, aber auch oft selbst emotional in Vorleistung zu gehen.

Auf der offensichtlicheren Ebene ist es mein ausgeprägter Geruchssinn, der auch über drei Sitzreihen hinweg mitkriegt, dass der Typ vor mir im Flugzeug unbedingt noch Zwiebeln essen musste. Ich musste mein Flohmarktschränkchen weiterverkaufen, weil es für mich trotz aller Entlüftungsversuche nach Omas muffigem Dachboden roch. Mein Freund konnte den Geruch zwar auch leicht wahrnehmen, fand ihn aber nicht penetrant oder abstoßend, während ich sogar an meiner Plastik-Powerbank Spuren davon erschnüffelte. Essensgerüche können mich wie jeden anderen anlocken, aber mir auch ganz schnell mal den Magen umdrehen.

Blinkende Lichter und lautes Geschrei machen mich fertig – eine Stunde auf dem Jahrmarkt und mein Herz galoppiert für den restlichen Abend, meine extremste Situation. Und dann sind da eben die ganz alltäglichen Geräusche, die mich killen. Von Atem-, Schmatz- und Schniefgeräuschen, die mich so anwidern, dass mir echt übel wird, über das penetrant nervtötende Knistern von Chipstüten, das Zerdrücken einer Plastikflasche und den abrupten Lärm der Kaffeemühle bis hin zum rhythmischen Aufheulen von Motoren vor meinem Fenster, die mich rasend machen. Ich kann nicht filtern; ich höre, rieche und fühle alles gleichzeitig. Wenn jemand mit mir spricht, während die Kaffeemaschine läuft, irgendwer mit Besteck klappert und an den Nebentischen ebenfalls Unterhaltungen stattfinden, kann ich ihn kaum hören. Die Stimme geht in einem allgemeinen Rauschen unter. Von der Anstrengung bin ich nach kürzester Zeit genervt, und das Anschreien gegen den Lärm erschöpft mich.

Ich träume von einem Schlafzimmer, das nur etwa zehn Quadratmeter groß ist, das Fenster geht zum Garten und darin steht ein Bett mit weißen Laken. Wenn ich die Tür schließe, ist Ruhe und es gibt keine Ablenkung außer der sanften Geräusche der Natur. Ich glaube, diese Fantasie kommt nicht von ungefähr, sondern eher von den Erinnerungen an die Wut und die Verzweiflung, die ich im Halbschlaf empfinde, wenn mir versehentlich vor der flimmernden, lärmenden Glotze die Augen zufallen oder neben mir jemand schnarcht. Wer sensibel ist, hat es schwer mit gutem, erholsamen Schlaf.

Vielleicht passt es deshalb, dass ich am Abend meiner Rückkehr bis zwei Uhr nachts an diesem Artikel schreibe, anstatt in der unglaublichen, hörbaren Stille meiner Hamburger Wohnung sofort in mein Bett zu kriechen. Ich bin noch viel zu aufgeladen. Ich tippe weiter, während die Dankbarkeit für mein leises Zuhause mich langsam erfüllt und erleichtert.

***

Warum erzähle ich euch das? Nicht, um mir noch ein spannendes Label mehr zu geben, das gut klickt, sondern, damit ihr auf ein Thema aufmerksam werdet, über das oft beschämt geschwiegen wird, obwohl es so verbreitet unter uns ist. Vielleicht gebt ihr dann besser auf euch Acht als ich, bevor ihr euch in eine (dauerhaft) überfordernde Situation begebt – ich habe in meiner Euphorie fürs Reisen einfach unterschätzt, wo meine Belastungsgrenze liegt. Das nächste Mal würde ich mindestens für die Hälfte der Zeit eine Unterkunft auf dem Land buchen, wo ich den Tag verarbeiten kann. Wahrscheinlich wäre dann auch alles okay. Wie Lina in einer schönen Kolumne zu den Thema schon sagte: Es geht nicht darum, anderen eine Sonderbehandlung abzuverlangen, sondern darum, wie du mit dir selbst umgehst. Dass du dich kennst und verstehst, was mit dir passiert, wenn es passiert.

Wenn du glaubst, dass du ebenfalls hochsensibel sein könntest oder dich einfach nur als emotionale, tiefgründige Person wahrnimmst, empfehle ich dir zur Vertiefung den Podcast von Maria: Proud to be Sensibelchen.

Titelfoto: Johannes Fucke

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9 Comments

  • Reply
    Jenny
    15.10.17 at 18:32

    Ich bin immer begeistert von deinen Artikeln zum introvertiert sein. Ich fühle mich dann nicht mehr ganz so allein:)
    Ich hatte heute auch wieder so einen schub, wo es einfach zu viel Menschen in der Stadt waren.
    Liebe Grüße
    Jenny

  • Reply
    Wolle
    16.10.17 at 00:14

    Toller Artikel, in dem ich mich ein Sück weit wiederfinde. Auch die Fotos gefallen mir sehr!

  • Reply
    Tabea
    16.10.17 at 06:09

    Das klingt wirklich nicht angenehm, so einen Zusammenbruch durchleben zu müssen. Aber ein wenig erkenne ich mich in der Situation wieder… Wenn ich Familienfeiern zu großen Geburtstagen oder sowas erleben muss, dann bin ich danach kaum noch ansprechbar und bekomme regelmäßig Heulkrämpfe. Beim letzten mal brach zum Glück erst nach der Heimreise alles in mir zusammen und meine Mutter hat mich dann in den Arm genommen.

    Aber wenn du so sensibel auf Gerüche und Lärm reagierst, scheinen italienische Städte echt keine gute Wahl zu sein… Ich habe mich ja damals auch schon im dreckigen Florenz und unseren schäbigen Hotel auf der Studienfahrt nicht wohl gefühlt, obwohl ich eigentlich nicht so sensibel bin.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Kati
    16.10.17 at 09:58

    Ich liebe deine „Introverts Diary“-Serie einfach! Vielen Dank nochmal an dieser Stelle, dass du dieses sensible Thema hier so offen mit uns teilst.
    Es ist so befreiend, zu lesen, dass man mit seinen aus der Reihe fallenden Wahrnehmungen nicht alleine ist – und ich kann deine Erlebnisse SO gut nachvollziehen! Mir ging es vor zwei Jahren ganz ähnlich – da hatte ich eine soziale „Hochphase“ und dachte, so ein Festival möchte ich unbedingt mal erleben und schaffe ich schon.
    Ende vom Lied: am zweiten Tag bin ich morgens heulend im Zelt gelegen und sofort heim gefahren – 200€ in den Sand gesetzt. Auch ein klassischer Fall von Belastungsgrenze hart überschätzt… ein bisschen beneide ich dich auch darum, dass du schreibst, deine Wohnung ist ruhig. Sowas weiß man ja vorher nicht wirklich und bei uns ist es gerade nicht der Fall, was mich durchdrehen lässt und ganz ähnliche Fantasien entwickeln wie dich. Auf Dauer wird sich da auch eine Lösung finden lassen müsse.
    Ich hoffe auf jeden Fall, du konntest Italien doch ein bisschen genießen und kannst dich trotz Arbeit in den heimischen Gefilden wieder etwas regenerieren 🙂

    Liebe Grüße,
    Kati

    • Reply
      Sabine
      16.10.17 at 21:53

      Ich kann so gut nachfühlen, wie es dir geht! Ich drücke dir die Daumen, dass sich deine Situation bald löst oder du sie verändern kannst. <3

  • Reply
    Saskia
    16.10.17 at 20:29

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich erkenne mich teilweise wieder und habe oft das Problem, mir selbst zu viel aufzuhalsen oder zuzumuten, um nicht aus dem Raster zu fallen. Um niemanden zu enttäuschen oder missverstanden zu werden. Aber es stimmt wohl. Wer, wenn nicht man selbst, sollte auf den eigenen Körper und die eigenen Gefühle hören?
    Ich selbst weiß nicht ob ich mich als hochsensibel bezeichnen würde, aber bei meiner Schwester wurde es diagnostiziert. Viele ihrer Verhaltensweisen wurden dadurch für die Familie leichter nachzuvollziehen weil alle sich mit der Thematik beschäftigen und versuchen darauf zu achten, wie es ihr in bestimmten Situationen geht.
    Ich hoffe, du behältst deine Reise trotzdem in guter Erinnerung!
    Viele Grüße

    • Reply
      Sabine
      16.10.17 at 21:52

      Danke für dein Feedback! <3
      Du sagst es eigentlich schon selbst mit dem Beispiel deiner Schwester: Wenn man darüber spricht, wird man besser verstanden. Ob man sich nun "hochsensibel" nennt und das direkt jedem so auf die Nase bindet, oder einfach nur ein aktuelles Bedürfnis kommuniziert, wenn es nötig ist. Ich habe die Erfahrung jetzt mit meinem Freund gemacht: Als ich ihm erklärt habe, wie es mir wirklich damit geht, konnte er viel mehr damit anfangen, als wenn ich einfach nur gereizt durch die Stadt renne oder misslaunig das Gesicht verziehe, wenn er seine Kaffeemühle startet. Es hilft schon, wenn zumindest das nähere Umfeld unterscheiden kann, ob du gerade einfach nur ein motziger Stinkstiefel bist oder ob dir die Situation eben wirklich zusetzt.
      xx

  • Reply
    Jana
    17.10.17 at 22:00

    Oh, ich verstehe dich so gut. Auch ich kenne dieses Gefühl teilweise von meiner letzten großen Reise. Was mich daran persönlich vor allem so erschüttert hat, ist die Plötzlichkeit mit der so ein Zusammenbruch kommt. Wochenlang war bei mir alles ok und auf einmal überkam mich eine richtige Welle. Es ist furchtbar, aber gleichzeitig auch der Weg des Körpers uns zu zeigen, dass er nicht mehr kann, dass wir uns überschätzt haben.

  • Reply
    Kulturschnepfe
    18.10.17 at 11:50

    Meine Kollegin trinkt sehr viel Tee. Ist ja gesund. Mit lauten großen Schlucken. Und stellt ihre Tasse dann auf einem Kachel-Untersetzer ab. Es gibt Tage, da könnte ich von diesem ständigen Gulp-Klick durchdrehen.
    London – ich liebe diese Stadt. Aber ich weiß mittlerweile, nach drei, spätestens vier Tagen muss ich raus da, nach Hause, brauche Ruhe. Die Stadt ist einfach zu hektisch und laut auf Dauer. Wie andere es da eine Woche aushalten – unfassbar für mich.
    Zusammenfassend: Ich kann Dich sehr gut verstehen! Danke für den Artikel und den Hinweis auf HSP. Ich weiß, keine Selbstdiagnose, aber es lässt sich manches besser verstehen.

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