Minimalism

Minimalismus FAQ: Antworten zum Trend-Lifestyle

Minimalismus FAQ

Was ist es mit diesem Minimalismus, von dem jeder spricht? Ist das echt ein ernstzunehmendes Lebenskonzept oder doch nur der neueste Trendbegriff, der durch die gentrifizierten Viertel der deutschen Großstädte gejagt wird und dort jeden hippen Concept Store einnimmt? Ein paar Antworten auf die Fragen, die mein Umfeld in den letzten Monaten bewegt haben. Willkommen zu meinen Minimalismus FAQ!

Was ist Minimalismus?

Es gibt keine allgemeingültige Definition und keine Regeln. Ich kann nur beantworten, was Minimalismus für mich bedeutet: Bewusst leben. Es bedeutet, den meisten Raum in meinem Leben den Dingen zu überlassen, die mir wirklich wichtig sind, und mich von emotionalem, materiellem und geistigem Ballast zu trennen. Minimalistisch zu leben heißt für mich, meine Entscheidungen bewusst zu treffen und nach meinen ganz persönlichen Prioritäten zu handeln. Minimalismus hat für mich vor allem mit geistiger und kreativer Freiheit, finanzieller Unabhängigkeit und einem Verantwortungsbewusstsein für Mitmenschen und Umwelt zu tun. Es ist eine innere Haltung, die ich in alltäglichen Handlungen nach außen trage, um mein Leben aktiv zu gestalten. Weniger konsumieren, weniger stressen, weniger die Umwelt und andere belasten.

Wieso ist Minimalismus plötzlich so cool?

„So lebe ich schon immer, das ist doch selbstverständlich“ – das höre ich vor allem aus der Generation meiner Eltern. Völlig nachvollziehbar! Viele Ideen, die zurzeit unter „Minimalismus“ zusammengefasst werden, wirken auch ziemlich banal. Das heißt aber eben nicht, dass sie jedem bewusst sind und jeder sie einzusetzen weiß. Besonders meine Generation scheint so beschäftigt mit den unzähligen Möglichkeiten, die sie hat, und den Zielen, die sie erreichen will, dass es ihr verdammt schwer fällt, das „Wesentliche“ herauszufiltern. Als Digital Natives ist alles für uns binnen Sekunden greifbar – Information, Bildung, Unterhaltung, Ware, Kontakte und Jobs auf der ganzen Welt. Dass uns das manchmal überfordert und wir uns irgendwo zwischen Netflix, Thailand-Reise, casual Dating und schnöder To-Do-Liste einen Fokus und einen Sinn wünschen, ist eigentlich nur logisch.

Wie viele Gegenstände besitzt du noch?

Ich habe keine Ahnung. Viele setzen “Minimalismus” mit dem Ausmisten von möglichst vielen Gegenständen gleich, mit dem Ziel, am Ende nur noch eine bestimmte Anzahl zu besitzen. Je weniger du hast, desto besser bist du. Erst, wenn du wenigstens den Fernseher rausgeschmissen hast, bist du ein richtiger Minimalist. Wie, das Deo nicht selbst hergestellt und dann auch noch beim Lieferservice bestellt? Schwierig… Der Minimalismus wird zum Wettkampf. Dieser Leistungsgedanke und das damit verbundene neue Statussymbol, passen mir überhaupt nicht. Ich weigere mich, zu zählen. Es geht in meinen Augen nicht darum, wer die kargste Wohnung in schwarz-weiß-Pflanze hat. Ich stehe zufällig auch auf diese Ästhetik, weshalb du sie hier auf dem Blog finden wirst. Aber das hat nichts mit dem eigentlichen Sinn des Ganzen zu tun. Am Ende ist nur wichtig, dass du mit dem, was du hast, bist und tust, bewusst zufrieden bist – und nicht mehr hilflos erdrückt von unnützem Krempel, verzweifelten Sehnsüchten und unnötigem Stress.

Hast du schon X und Y minimalisiert?

Nein. Ich minimalisiere genauso wenig, wie ich radikalisiere. Ich reduziere höchstens. Das Wort „minimalisieren“ finde ich persönlich einfach nur grässlich, weil es einen optimalen, perfektionierten Endzustand impliziert, den es in meiner Realität vermutlich nie geben wird. Und den ich auch gar nicht anstrebe. Kann sein, dass ich mit der Meinung in der Minimalismus-Community alleine bin!

Muss man als MinimalistIn aufs Land ziehen und Hühner halten?

Kurze Antwort: Nö. Lange Antwort: Ich finde nicht, dass Minimalismus etwas mit der nostalgischen Idee des „einfachen Lebens“ zu tun haben muss. Während ich es toll finde, wenn jemand den Traum hat, einen Bauernhof zu bewirtschaften und das dann auch umsetzt, weiß ich den urbanen Raum zurzeit sehr zu schätzen und möchte ihn gegen nichts eintauschen. Klar, die Stadt ist voll und laut; Ablenkung wartet an jeder Ecke. Das heißt aber nicht, dass man es nicht schaffen kann, sich zu fokussieren.

Wird dein Leben durch Minimalismus einfacher?

Ja und nein. Es klingt logisch: Prozesse werden vereinfacht, wenn man weniger besitzt. Ich muss schlicht weniger Gegenstände pflegen, aufräumen und putzen. Ich kann mich schneller entscheiden, wenn ich weniger Auswahl im Kleider- oder Küchenschrank habe. Wenn ich meine Bedürfnisse überhaupt erst einmal kenne, kann ich konsequenter danach leben und schneller die passenden Entscheidungen treffen. Ich kann mich auf ein oder zwei Lieblingshobbies konzentrieren anstatt alles mitmachen zu müssen.

Aber der Weg zu dieser Selbsteinschätzung ist nicht einfach, und das Leben mit Weniger nicht unbedingt schneller zu organisieren oder leichter zu verteidigen. Vieles, was ich früher nur zwischen Tür und Angel hinbekommen habe, mache ich jetzt viel passionierter. Das dauert auch mal länger und fordert mehr Einsatz. Auch das Kuratieren von dem, was man noch haben will, braucht Zeit. Es ist nicht damit getan, eine Menge Krempel rauszuschmeißen – das ist nur ein guter Anfang, um den Kopf frei zu bekommen für das, was folgt. Ein minimalistisches Leben braucht regelmäßige Organisation und mehr Energie für die Leidenschaften, die sich herauskristallisieren.

Muss ich zuerst groß ausmisten, um minimalistisch zu leben?

Du musst erstmal gar nichts. Aus Erfahrung kann ich dir aber zumindest sagen, dass es mir und vielen anderen enorm hilft, zuerst den physischen Raum um mich herum von Exzess zu befreien, um ins richtige Mindset zu kommen und dann auch strukturiert an die wirklich wichtigen Dinge, die meistens keine Dinge sind, herangehen zu können. Über meinen Methodenmix beim Ausmisten habe ich hier geschrieben.

Ist dein Besitz dir jetzt egal?

Gar nicht! Minimalismus heißt für mich nicht, allem Materiellen die Bedeutung abzusprechen. Manches von dem, was übrig geblieben ist, ist mir sogar wichtiger als früher. Ich kümmere mich jetzt besser darum. Das heißt auch, dass ich meine Lieblingskleider flicke anstatt sie wegzuwerfen, dass ich mich in Pflanzenkunde einlese damit die Kakteen nicht sterben, dass ich länger brauche, um ein neues Kleidungsstück auszusuchen. Alles, was ich habe, ist auf mindestens eine Art wertvoll.

Belastet virtueller Besitz genauso wie physischer?

Was beim Ausmisten oft vergessen wird, ist der virtuelle Berg: e-Books statt Bücher, digitale Fotos statt Alben. Er ist nicht so offensichtlich, weil er auf ein paar Festplatten verteilt ist und man die dazugehörigen Geräte mit ihrem cleanen Design unauffällig weglegen kann. Millionen Fotos auf der Festplatte oder unsortierte Apps auf vier verschiedenen Smartphone-Homescreens sind für mich persönlich aber ähnlich schwierig wie fünf unsortierte Papierstapel auf dem Schreibtisch. Mit meiner Digital-Aufräumen-Challenge kannst du dem digitalen Überfluss in 2 Wochen an den Kragen!

Lebt man als MinimalistIn günstiger?

Pauschal behaupten will ich das nicht, aber grundsätzlich ist es bestimmt leichter, mit einer minimalistischen Einstellung zu sparen, als ohne. Wer bewusst über seinen Konsum entscheidet, kann auch bewusst weniger ausgeben. Obviously! Minimalismus ist ein Tool, mit dem man alles Mögliche erreichen kann – wenn man den Fokus dabei aufs Sparen legt, dann sicher auch das. Trotzdem steigen mit dem Bewusstsein natürlich auch die Ansprüche an Qualität und Produktionsbedingungen – sowohl für moderierbare Anschaffungen wie Kleidung als auch für Grundbedürfnisse wie Nahrung.

Ich persönlich würde nicht sagen, dass mein Leben viel billiger ist, aber meine Ausgaben haben sich verlagert: Weg von viel Kram für wenig Geld, hin zu weniger, hochwertigeren Dingen mit einem höheren Stückpreis. Wenn man dabei die Balance hält – also schlicht nicht zu viel kauft und nicht über seine Verhältnisse lebt -, hat man trotzdem ein bisschen mehr übrig als vorher. Auch die Fixkosten sind einen Blick wert: Ich spare am meisten an meiner Miete. Denn ich habe mich bewusst für eine sehr kleine Wohnung entschieden – was mit einem überschaubaren Hausrat keine große Einschränkung bedeutet. Im Gegenteil; es macht mich finanziell unabhängig. So kann ich sparen, in Reisen investieren oder auch mal für eine kurze Zeit mein Leben auf den Kopf stellen. Wer jeden Monat zwei Drittel des Gehaltes braucht, um sein Dach über dem Kopf zu bezahlen, hat es mit spontanen Aktionen schwerer.

Ist Minimalismus ein nachhaltiger Lebensstil?

Nicht unbedingt. Und das finde ich manchmal schade! In vielen Ratgebern, unter anderem auch in Marie Kondos Bestsellerbuch The Life-Changing Magic of Tidying, wird eine Wegwerfeinstellung propagiert, die alles andere als umweltbewusst ist. Einfach alles wegwerfen, was man nicht mehr braucht oder will, und dann am besten von heute auf morgen eine neue Capsule Wardrobe anschaffen – ich finde, wir sollten kreativer und verantwortungsvoller mit unseren Ressourcen umgehen. Ich liebe auch den ästhetischen Minimalismus und wäre begeistert davon, noch heute das perfekte neue Kleidungssortiment in der perfekt möblierten Wohnung zu haben.

Richtig fände ich das aber nicht, weil ich für alles, was ich irgendwann einmal angeschafft habe, eine Verantwortung trage. Sich heute neu mit “minimalistischem” Besitz einzudecken und alles andere in den Müll zu kicken, ohne überhaupt ans Spenden oder Weiterverwerten zu denken, ist nicht nur für die meisten unmöglich, es ist in meinen Augen auch völlig selbstbezogen und hat nichts mit dem eigentlichen Gedanken von „weniger ist mehr“ zu tun. Ich finde, wer minimalistisch leben will, sollte dabei nicht nur an sich denken, sondern auch an die Auswirkung des Konsumverhaltens auf andere Menschen und die Erde. Wenig besitzen, dabei aber umso mehr natürliche Ressourcen verbrennen? Kommt nur auf Instagram gut.

Warum sind so viele Minimalisten auch Veganer?

Oft kommt man ja von einem Thema zum nächsten. Beim Minimalismus ist mir das noch stärker aufgefallen als sonst. Je mehr ich mich bewusst damit auseinandergesetzt habe, was mir wichtig ist, desto mehr habe ich auch darüber nachgedacht, was eigentlich meine Werte sind. Wo kommen neben meinem eigenen „Lifestyle“ auch noch die Leben anderer ins Spiel? Welche (Konsum-)Entscheidungen kann ich ethisch vertreten? Einer meiner großen Schritte war, dass ich von heute auf morgen aufgehört habe, Fast Fashion zu kaufen. Weil ich nicht mehr dafür verantwortlich sein wollte, dass aufgrund meines Konsums NäherInnen in Entwicklungsländern aufs Übelste ausgebeutet und sogar gefährdet werden. Mit dem Tierleid ist es ähnlich. Ein weiterer Grund kann sein, dass man sich mit dem veränderten Konsumverhalten auch besser ernähren möchte. Viele aktuelle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung langfristig die gesündeste ist.

Warum braucht dein Lifestyle ein Label?

Ich lese oft in den Kommentaren „Also, ich bin selbst keine Minimalistin, aber…“. Nach diesem „aber“ folgt meistens etwas, das meinem Ansatz teilweise oder sogar ganz zustimmt. Daraus lese ich, dass viele von euch sich das Label „MinimalistIn“ einfach nicht aufdrücken wollen. Vielleicht eben, weil es so inflationär gebraucht wird. Das ist völlig okay! Der Grund, warum ich mich dafür entschieden habe, meinen Blog ganz explizit als „Minimalismus Blog“ zu kennzeichnen und mich zu einem Lifestyle mit Namen zu bekennen, ist ein ganz einfacher: Es dient der Orientierung und der Auffindbarkeit. Ich mag Schubladendenken genauso wenig wie ihr, und wie ich oben schreibe, gibt es für mich auch nicht den Minimalismus. Ich beanspruche keine Wahrheiten für mich und sehe den Hype um Trendbegriffe durchaus kritisch. Aber, und das ist das Wichtigste: Ich will Menschen erreichen, die meine Interessen teilen. Diese Interessen lassen sich im Moment am besten unter dem einen Begriff zusammenfassen, weil es so viel gibt, das fast schon logisch auf Minimalismus folgt!

Welche Fragen hast du noch, die ich zu den Minimalismus FAQ hinzufügen sollte? Lebst du selbst vielleicht minimalistisch (ob mit oder ohne Label)? Welche Fragen hörst du am häufigsten?

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10 Comments

  • Reply
    Tabea
    26.06.17 at 20:21

    Minimalismus ist echt in der ganzen Bloggerwelt in aller Munde, glaube ich. Und auf Youtube… aber im „wahren“ Leben ist er mir noch nicht begegnet und daran messe ich Trends immer. Wenn es soweit kommt, dass meine Oma davon redet (ich habe eine interessierte Oma, die ständig neues Zeug probiert), dann weiß ich, dass das nicht nur ein Netztrend sein kann. Also Smoothies und Zoodels sind bei ihr schon länger nichts neues mehr, aber von Minimalismus hat sie noch nicht gesprochen 😉

    Deine Definition finde ich sehr gelungen – für mich ist Minimalismus der Versuch, nur das Wichtige zu besitzen. Außerdem finde ich es wichtig, unnötige Käufe, vor allem von Neuwaren, zu vermeiden – und somit ist Minimalismus für mich auch ein Trend zur Nachhaltigkeit hin. Auf mentale Dinge wende ich den Begriff aber nicht an – für mich hat Minimalismus eher mit materiellem Beitzt zu tun.
    Also die Generation meiner Eltern lebt das garantiert nicht… da wird Zeug über Jahre angehäuft und aussortieren fällt schwer. Bei meinen Großeltern ist es auch nicht besser…
    Die Fokussierung auf Zahl finde ich auch doof – ich finde, jedes Teil hat seine Berechtigung, wenn man es gerne und regelmäßig benutzt und ohne es etwas fehlen würde. Wenn man dafür eben 500 Teile braucht, ist das okay. Wenn es nur 100 sind, auch. Außerdem spielt es ja immer auch eine Rolle, wie man zählt: Sind sechs Gabeln, sechs Messer und sechs Löffel EIN Besteckset oder ACHZEHN Einzelteile? 😉

    Ich habe hier gerade leider noch viel Zeug rumstehen, was ich nicht behalten will, aber ich finde keinen Abnehmer dafür und die Mülltonne ist aus ökologischer Sicht keine Option für mich… Das ist gerade echt für mich das Schlimmste am Minimalismus. Das weniger Kaufen dagegen fällt mir leicht und ich mag es, Dinge auch mal zweckentfremdet zu verwenden.

    Also ich würde eher sagen, dass der Besitz im Minimalismus an Wert gewinnt als dass er ihn verliert – immerhin hat man NUR das, was man braucht oder über alles liebt und nicht noch viel „Beiwerk“.

    Mein digitaler Daten-Kram nervt mich gerade tierisch und sobald ich Zeit habe, will ich da dringend mal durchsortieren.

    Also ich habe trotz sehr geringem Konsumverhalten was Kleidung, Krimskrams etc. betrifft, recht hohe Ausgaben, da ich auf gute Ernährung achte, eine verhältnismäßig teure Wohnung mit E-Heizung gemietet habe und das Pony eben teuer ist 😉 Bei einem Studentengehalt schlägt das echt zu Buche…
    Aber ich habe eben meine Prioritäten auf eine praktische Wohngegend und das Pony gelegt und bin glücklich damit.

    Liebe Grüße

    • Reply
      Sabine
      27.06.17 at 07:44

      Hey Tabea,
      vielleicht solltest du deiner Oma mal meinen Blog zeigen! 😀
      Mir geht es mit dem Müllgewissen ähnlich, andererseits muss man aber auch bedenken: Was jahrelang ungenutzt und ungeliebt in der Wohnung rumsteht, ist ja irgendwie auch Müll, nur dass man sich selbst aufgebürdet hat, ihn da zu lassen…
      Übertreiben muss man allerdings auch nicht: Während ich natürlich mit EINEM Besteckset (ergo vier Teilen…?) auskommen würde, rechne ich dann eben doch mal mit Gästen. Oder soll ich sagen „Bitte bring dein eigenes Gäbelchen mit, ich bin Minimalistin“? Ich stehe wohl auch vor anderen dazu, dass ich komisch bin, aber SO komisch muss ich dann doch nicht werden! 😀
      xx

  • Reply
    Carolin
    26.06.17 at 22:27

    Ein sehr interessanter Beitrag, der einige ungeklärte Fragen beantwortet. Ich persönlich habe den größten Respekt vor Menschen, die wirklich minimalistisch und nachhaltig leben. Manchmal würde ich das auch gerne so durchziehen, aber dazu bin ich leider nicht konsequent genug. Bei Büchern beispielsweise geht es mir so, dass ich sie nicht nur lesen, sondern auch besitzen möchte.

    • Reply
      Sabine
      27.06.17 at 07:38

      Hey Carolin!
      Stress dich da nicht 🙂 Ich finde nicht, dass es beim Minimalismus ums „Durchziehen“ geht, sondern um die Haltung und den Weg. Zum Beispiel habe ich auch noch einige Bücher und deutlich mehr als 37 Teile in meiner Capsule Wardrobe. Damit bin ich im Moment aber zufrieden, weil wenig davon nutzlos rumliegt oder ungewollt ist.
      xx

  • Reply
    Jenni
    27.06.17 at 10:14

    Liebe Sabine,

    dieser Beitrag gehört zu denen, von denen ein ähnlicher Entwurf schon seit langem in meinem entsprechenden Ordner schlummert und auf Befüllung wartet – danke dir für das Zusammentragen dieser wichtigen Fragen und die klugen Antworten, die du darauf gibst und die ich allesamt eigentlich kommentarlos so unterschreiben kann.

    Deswegen will ich auch gar nicht so viel dazu sagen – nur, was mein Lieblingswort dieses Beitrags ist: Kuratieren.
    Denn genau das ist auch das Verhältnis, das mich nun mit meinen Gegenständen verbindet (oder idealerweise verbinden sollte – denn dieser Idealzustand ist auch bei mir noch nicht erreicht): Ich suche sie bewusst und gezielt aus – und kuratiere sie, ein bisschen wie eine (Kunst-)Kennerin. Jedenfalls mit derselben Sorgfalt. Das ist ein sehr schöner Gedanke – und als mir das Wort das erste Mal während meiner Recherchen zur Masterarbeit über den Weg gelaufen ist, habe ich sofort gewusst, dass es genau dieses ist, welches mein Verhältnis zu geliebten und genutzten Gegenständen am besten beschreibt. Nicht die Zahl.

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Meine Highlights im Juni 2017 - Himmelsblau.org
    03.07.17 at 08:02

    […] noch was? Minimalismus FAQ ~ Englische Buchtipps für den […]

  • Reply
    Warum Ausmisten nie verkehrt ist (und wann vielleicht doch) - Modern slow
    26.07.17 at 06:00

    […] bin kein Freund davon, sich eine Zahl als Limit zu setzen – und finde es toll, dass es Leute wie Sabine gibt, die das genauso sehen. Wie viele Dinge solltest Du denn besitzen dürfen? 100? 125? 200? Was wenn Du 201 besitzt? Hast Du […]

  • Reply
    Sunray
    26.07.17 at 20:09

    Hallo liebe Sabine!
    Ich lebe per Definiton wohl auch minimalistisch, würde mich selber aber nicht so bezeichnen. Warum nicht? Weil ich einfach ich bin und einfach so lebe, wie es mir gut tut. (Und ja, das auch schon seit ein paar Jahren. ;D ) Ob es dafür nun einen Begriff gibt oder nicht, ich muss sagen, das ist mir ziemlich egal. Wobei es natürlich auch etwas Gutes hat: Es finden sich so leichter Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann. 🙂
    Genauso wenig, wie mich meine Lebensstilbezeichnugn inetressiert, interessiert mich, wie viel ich besitze und wieviel Kleidung ich im Kleiderschrank habe. Allerdings ist das tatsächlich meistens die erste Frage, die ich gestellt bekomme. 😉 Und dann muss ich erstmal zählen gehen… ;D
    Was mir an der „MinimalismusBewegung“ gefällt, ist, dass die Menschen alels wieder viel bewusster wahrnehmen. So wie es eben beschreibst: es gitb zu viel von allem. Da kann reduzieren helfen. Und auch dazu beitragen, wieder mehr zu genießen und wert zu schätzen. Eigentlich eine schöne Entwicklung…
    In diesem Sinne ganz herzliche Grüße!
    Sunray

    • Reply
      Sabine
      27.07.17 at 14:43

      Liebe Sunray,
      danke, dass du das nochmal so schön mit deinen eigenen Worten zusammengefasst hast!
      Herzliche Grüße auch an dich,
      xx Sabine

  • Reply
    susann
    01.08.17 at 17:44

    Liebe Sabine,

    auf deinen Blog bin ich durch einen Blog-Beitrag bei Katharina von „Modern Slow“ aufmerksam geworden und habe mich in den letzten Tagen begeistert durch deine Beiträge gelesen. Deine reflektierte Sicht auf den Minimalismus gefällt mir ganz besonders, du zeigst die Ambivalenzen einer ganzheitlich minimalistischen Lebensweise wunderbar auf. Es wird eben nicht alles einfacher, günstiger, entspannter. Und der Fokus kann auch sehr verschieden sein: Der eine wird Veganer, der andere beginnt damit, Hühner zu züchten.
    Deine Blog-Beiträge haben mich sehr motiviert, mich doch einmal mit Fair Fashion zu beschäftigen, zumal ich ein paar Ergänzungen für meine Herbst-Capsule Wardrobe benötige. Außerdem hast du mich angeschubst, mich im Sinne der Müllreduzierung noch ein wenig weiter aus meiner Komfortzone zu bewegen, da war ich nach anfänglicher Begeisterung vor einigen Monaten wieder etwas bequem geworden. Und zu guter Letzt: Ich habe mir „Ein guter Plan“ (die zeitlose Ausführung) bestellt, weil ich mir – neben der allgemeinen Terminkoordination – doch stärker mittel- und langfristige Ziele bewusst machen möchte. Ob es damit besser gelingt, den Fokus weg von den To-Dos auf mich zu lenken? Ich bin gespannt!
    Ganz liebe Grüße, ich freue mich neue Beiträge!
    Susann

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