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Essen in der Agentur: Wie ich mit Zero Waste Geld spare | Anzeige

Zero Waste Lunch Geld sparen

“Hä Sabine, warum hast du keine Tüte bekommen?” Mein Kollege schaut irritiert auf die Sushibox in meiner Hand; Stäbchen und Sojasauce trage ich extra. “Weil ich keine haben wollte”, verkünde ich, wohl wissend, dass mein Öko-Image jede weitere Erklärung überflüssig macht, und komme mir gleichzeitig richtig dämlich vor. Klar kann ich jetzt stolz sein, dass ich die Plastiktüte abgelehnt habe. Aber ein Zero Waste Lunch sieht wohl anders aus als der Einweg-Plastikbehälter mit Deckel, den ich vom Asiaten in der Hafencity mitnehme. Es geht mir gar nicht darum, mich jeden Tag an Idealen zu messen. Aber ich fühle: Das hier ist unnötig. Nicht nur, weil das Wegwerf-Plastik mir ein schlechtes Gewissen macht, sondern auch, weil ich zurzeit öfter aus Faulheit draußen esse, als bewusst. Dabei war mein selbstgekochtes Mittagessen mir immer so wichtig.

Jeden Mittag essen gehen – eine Investition in was eigentlich?

Fakt ist: Takeaway zum Mittag verursacht nicht nur Berge von Müll, es ist auch ganz schön teuer. Mal auf den Monat gerechnet: Wenn ich mich am Riemen reiße, also meistens einen Mittagstisch oder die Salatbar bei Edeka (etwa 4-6€) beanspruche und mir nur manchmal einen Lunch von der regulären Karte (8-14€) gönne, komme ich auf einen Schnitt von 7-8€ pro Tag. Bei Vollzeitbeschäftigung sind das etwa 150€ im Monat. Nur fürs Mittagessen.

Oft bin ich nach dem Mittag nicht wirklich zufrieden. Im Ernst, wem schmeckt lieblos zusammengeklatschte Nudelpampe oder triefende Billigpizza wirklich? Alternativ bin ich vollgefressen oder werfe Reste weg. Im Endeffekt weiß ich nicht einmal, welche Zutaten für mein Mittagessen verwendet wurden; was ich mir da eigentlich reinschiebe, um den restlichen Tag zu schaffen. Und ganz ehrlich? Das habe ich im letzten Jahr auch zu spüren bekommen. Stichwort 1 “Fresskoma”, Stichwort 2 “unidentifizierbare Unverträglichkeit”.

Passt Kochen noch in meinen Alltag?

Die Lösung ist so offensichtlich, wie sie nur sein kann: Koch‘ selbst, dann weißt du nicht nur, was drin ist, sondern kannst auch die Kosten und den anfallenden Müll steuern. Mit den 150 Euro, die ich für Takeaway ausgeben würde, komme ich im Supermarkt und Unverpackt-Laden locker den ganzen Monat hin. Für alle drei Mahlzeiten plus Snacks.

Aber ist das alles echt so easy, neben einem Job, einem Privatleben und einem Schweinehund, der manchmal für zwei bellt? Tut mir leid, euch zu enttäuschen – es ist nach wie vor anstrengend. Deshalb habe ich mir für meinen Neustart ein bisschen Verstärkung geholt: zwei Edelstahldosen von ECO Brotbox sind bei mir eingezogen.

ECO Brotbox Verpackung

Womit transportiere ich meinen Zero Waste Lunch?

Es fängt nämlich schon an bei den ätzenden Plastikdosen, die ich als potentielle Mitnahmebehälter im Schrank habe und die weder besonders glamourös aussehen, noch umwelt- oder gesundheitsfreundlich sind.

Info Davon abgesehen, dass Plastik unsere Meere verschmutzt, enthalten den die Produkte Weichmacher. Die können sich später aus dem Produkt lösen, zum Beispiel wenn es mit fetthaltigen Substanzen in Berührung kommt. Weichmacher können schon in geringen Dosen gesundheitsschädlich sein oder im Zusammenhang mit Übergewicht stehen. Das betrifft nicht nur das berüchtigte Bisphenol A, sondern auch Stoffe, die zum Beispiel in Trinkflaschen und Lunchboxen als BPA-Ersatz verwendet werden. Sichere Alternativen für die Lebensmittelaufbewahrung sind Glas und Edelstahl – Edelstahl eignet sich besonders für unterwegs, weil er robust ist und dazu noch relativ wenig wiegt.

ECO Brotbox fertigt seine Dosen aus zertifiziert lebensmittelechtem Edelstahl – und unter fairen Arbeitsbedingungen in einem Familienbetrieb in Südindien. Beides sind für mich Grundkriterien dafür, ob ich etwas neu kaufen oder es an euch weiterempfehlen würde. Und ich will es nicht leugnen: Dass meine Vorliebe für minimalistische Ästhetik befriedigt wird, ist ein schönes Extra.

Essen zur Arbeit mitnehmen – wie praktisch ist das?

Apropos mehr Spaß: Mein zweites Problem mit mitgebrachtem Lunch sind Zutaten, die über Nacht zu einem unappetitlichen Brei verschmelzen. Aus der zweistöckigen “Dabba Magic” mit extra Snackbox, die ich auch mal für Saucen oder Dressings zweckentfremde, richte ich mein Essen stattdessen an “wie im Restaurant” – vielleicht ein etwas übertriebenes, aber durchaus lieb gemeintes Zitat der Kollegen. So frisch zu essen, fühlt sich gut an. Alles schmeckt noch wie am Vortag.

Geld sparen beim Mittagessen

Mit ihrer Größe eignet sich die Dabba Magic perfekt für eine Person. Wer mehr Platz braucht, sollte zu einem anderen mehrstöckigen Modell greifen. Die meisten Dosen aus dem Sortiment sind nicht speziell abgedichtet, bisher ist mir durch die mechanische Fixierung des Deckels aber auch nie etwas ausgelaufen. Für Gerichte, bei denen ich wirklich auf Nummer sicher gehen muss oder wenn ich keine Mikrowelle zur Verfügung habe, nehme ich „BO“, einen der neuen Isolierbehälter von ECO Brotbox. Der kann das Essen nämlich nicht nur bis zu acht Stunden warm halten, sondern ist dank Dichtungsring auch zu hundert Prozent auslaufsicher. Kürbissuppe im Rucksack? Easy!

ECO Brotbox Isolierbox

Wie überwinde ich den Schweinehund?

Jetzt habe ich also endgültig alles, was ich brauche, um mich abends auf den nächsten Arbeitstag vorzubereiten. Auf dem Papier kann ich mit meinem mitgebrachten Zero Waste Lunch nicht nur müllfreier leben, sondern am Ende des Monats sogar noch was weglegen. Aber wo in aller Welt soll ich die Motivation finden, das auch jeden Tag durchzuziehen? Dass zwei schöne Edelstahldosen das alleine schaffen, wäre glatt gelogen – ergänzend habe ich stattdessen drei Tipps.

  1. Vorausplanen | Mach dir einen Essensplan für die Woche, damit du nur ein Mal einkaufen musst und deine Küchenaction planen kannst.
  2. Auf Vorrat kochen | Ob du am Wochenende zwei bis drei Gerichte für die ganze Woche vorbereitest oder jeden zweiten Abend kurz am Herd stehst: Wichtig finde ich immer, dass ich auch mal einen Tag pausieren und ohne Stress etwas anderes machen kann.
  3. One Pot Gerichte | Ich liebe die schnelle Küche, die nur einen Topf schmutzig macht, weil ich am Kochen nichts nerviger finde als das Abspülen. Die Methode ist nur bedingt für Pasta zu empfehlen, aber für Vollkorngetreide oder für Eintöpfe ist sie perfekt!

Am Ende ist selbst das Motivationsding relativ simpel: Wenn man mitnehmen kann, worauf man auch immer Lust hat, es im ursprünglichen Zustand ankommt und man dabei auch noch ein Ziel erreicht, sagen wir, einen bestimmten Betrag im Monat zu sparen; dann klingt Kochen plötzlich wieder so viel besser, als irgendwo in der Kälte mittelmäßiges Essen in Styroporboxen abzuholen… Man muss es nur rechtzeitig organisieren.

Und jetzt ihr! (Gutscheincode)

Der Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit ECO Brotbox entstanden. Damit nicht nur ich etwas davon habe, darf ich euch im Rahmen der Kooperation 10 Prozent auf das gesamte Sortiment weitergeben! Der Gutscheincode lautet ahungrymind10 und ist gültig bis zum 31.12.2017.

Vielleicht eine Idee für Weihnachten oder einen Neujahrsvorsatz, mit dem man eigentlich auch sofort anfangen könnte?

Nachtrag 16.11. Ich habe eben eine Nachricht von ECO Brotbox bekommen, dass es aktuell leider ein paar Lieferschwierigkeiten gibt, weil viele Boxen ausverkauft sind. Der Rabattcode wird deshalb zum 31.01. verlängert – was zurzeit lieferbar ist, könnt ihr im Shop einsehen. „BO“ ist zum Beispiel noch da!

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8 Comments

  • Reply
    Annika
    15.11.17 at 21:29

    Total schön sind die auch! Und ja, die Gesundheit ist das eine, die Müllberge das andere wenn es aufs Takeaway Essen ankommt und da sind die echt super. Was ich mir schon oft überlegt habe – darf ich in Deutschland meinen eigenen Behälter mitbringen, um mein Takeaway zu transportieren oder gibt es da irgendwelche Gesetze die das verbieten?

    • Reply
      Sabine
      15.11.17 at 21:41

      Hey Annika!
      Gesetze, die das pauschal verbieten, gibt es nicht. Ich denke, auch hier wird es die Diskussion um „Darf der mitgebrachte Behälter hinter den Tresen“ geben, die sich angeblich um Hygiene dreht. Bei Bäckern und Metzgern liegt die Entscheidung im Ermessen des Besitzers, also vermutlich auch hier. Viel eher wirst du das Problem kriegen, dass man dann „die Portion nicht bemessen kann“ und dir eventuell zehn Gramm mehr in den Behälter packt, als du bezahlt hast (Skandal) – leider erst kürzlich bei einem Mittagstisch erlebt. Aber so verbohrt muss ja nicht jeder sein, also versuch es doch einfach mal!
      xx

      PS: ECO Brotbox hat in dem Bereich sogar schon ein Projekt, in dem Restaurants die Tiffin Box als Pfandbehälter ausgeben: http://dastiffinprojekt.org/ Leider ist es in Hamburg bisher nur mit einem Restaurant vertreten, in Berlin sieht’s schon besser aus.

  • Reply
    Tabea
    16.11.17 at 07:09

    Hach ja… Ich hab mir die ganzen ersten zwei Semester immer was mitgenommen, aber im Moment werde ich auch total faul und finde das nicht gut. Gemüse schneide ich mir zwar abends noch in eine Brotdose, aber manchmal Kauf ich dann am Ende einfach nur zwei Brötchen dazu…

    Die Boxen sehen toll aus – ich habe nur welche aus Plastik.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Mira
    16.11.17 at 20:07

    Liebe Sabine,
    habe erst letztens wieder drüber nachgedacht, wie absurd das eigentlich ist, dass man sich in der Arbeit zu Mittag was zu essen kauft. Wie unglaublich teuer das übers Jahr gerechnet doch kommt. Ich hab das während meines Studiums immer gemacht, aber seit ich arbeite und weiß wie viel ich verdiene (haha), richte ich mir immer in der Früh ein Sandwich mit ganz viel Gemüse her. Am Abend wechsel ich mich dann mit meinem Freund zum Kochen ab. Bei uns wird bis einmal die Woche immer frisch gekocht und das ist mir so wichtig! Umweltschutz bedeutet eben auch, dass man sich für solche Dinge Zeit nimmt. Der Trotz der Bequemlichkeit hat uns immerhin dahin gebracht, wo wir jetzt (Klimawandel-technisch) sind.
    Alles Liebe,
    Mira

  • Reply
    Sylvie
    17.11.17 at 16:39

    Liebe Sabine,

    ich bin auch pro Office Lunch zum mitnehmen. Davon abgesehen das man so ziemlich viel Müll und Geld sparen kann, finde ich es einfach um einiges besser zu wissen was in meinem Essen drin ist und wie es zubereitet wurde. Selber machen ist da definitv die zuverlässigste Variante. 🙂

    Die Boxen sehen wirklich fantastisch aus! Die werden gleich mal abgespeichert für den Fall das meine jetztigen nicht mehr wollen.

    Love, Sylvie von http://www.miss-interpreted.com

  • Reply
    Sabrina
    18.11.17 at 21:37

    das problem bei metall ist ja leider, dass es nicht in die mikrowelle darf :-(. das macht es für die uni schon ungeeignet.
    ich habe noch plastik, will mir aber nächstes mal glas holen.

    • Reply
      Sabine
      19.11.17 at 10:45

      Ah, darüber habe ich überhaupt nicht nachgedacht, weil ich mein Essen immer vom mitgebrachten Behälter auf einen Teller packe – sieht halt auch viel appetitlicher aus. Das heißt es gibt in deiner Uni eine Mikrowelle, aber kein Geschirr? :/ Schade!

  • Reply
    Christoph
    28.11.17 at 15:02

    Hi Sabine, danke für diesen tollen Beitrag. Ich finde die Brotboxen auch klasse. Minimalistisch und plastikfrei!

    Ich kämpfe zwar gegen den Plastikmüll in der Umwelt bin aber auch Minimalist.

    Es ist großartig, wie sich alle umweltbewussten Bewegungen miteinander verzahnen und so wirklich die Welt und das Bewusstsein der Menschen verändern.

    Mach‘ weiter so.

    Beste Grüße
    Christoph von CareElite

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