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Sabine

Minimalism

5 Ideen gegen Lebensmittelverschwendung

richtige Mengen einkaufen - Einkauf planen

Ich könnte diesen Artikel mit viel Pathos beginnen. Ich könnte aufzählen, wie viele Lebensmittel in Deutschland jährlich in der Tonne landen, und dann vom Welthunger und all den Obdachlosen erzählen. Aber ich denke, wir sind alle erwachsen und wissen es längst: Lebensmittel wegschmeißen ist scheiße. Es fühlt sich auch genauso scheiße an, wenn es mal wieder passiert. Nur irgendwie… können wir es nicht wirklich verhindern. Ich habe mir in letzter Zeit oft überlegt, woran das liegt. Und ein paar neue Routinen eingeführt, die mir im Alltag helfen, meinen Lebensmittelmüll endlich nahe null zu bringen. Continue Reading

Minimalism

Warum sich jeder nachhaltige Mode leisten kann

Fairtrade Mode Preis

Ich muss mir heute den Frust von der Seele schreiben. Diese Woche habe ich auf Facebook heftig über fair produzierte Mode diskutiert. Ein Hin und Her, das sich auf der Fanpage „Neue Wege finden“ über mehrere Tage zog. Und zugegeben, vielleicht war ich dabei ein bisschen zu vehement. Nicht unsachlich – aber irgendwann doch ganz schön genervt von den immer gleichbleibenden Antworten, die ich auf meine Argumentation bekam. Wenn man sich lange mit einem Thema beschäftigt, vergisst man manchmal, wie es war, bevor man darüber Bescheid wusste. Man fragt sich, wie man überhaupt jemals so denken konnte. Wie konnte ich früher genauso pauschal sagen „Fairtrade Mode kann sich eh niemand leisten“, wenn mich dieser Satz heute so sehr aufregt? Dass nachhaltiger Konsum nicht bezahlbar ist, ist ein unsäglich faules Argument, das einfach nicht besser wird, je öfter man es wiederholt. Ich jedenfalls habe es satt, es bei jeder Gelegenheit zu hören. Weil es bestenfalls uninformiert und schlimmstenfalls verlogen ist. Mit meinem Umstieg als Studentin habe ich am eigenen Beispiel gelernt: Es stimmt nicht. Nahezu jeder kann sich nachhaltige Kleidung leisten. Auch du! Continue Reading

Minimalism

3 Ausreden, die du beim Ausmisten vergessen solltest

Ausreden beim Ausmisten

Wenn du reduzierst und ausmistest, sei es zum ersten oder zum hundertsten Mal, sitzt du irgendwann vor einem Berg von Dingen, der „Vielleicht“ heißt und dich ganz fürchterlich quält. Er ist der Knackpunkt des Prozesses; hier entscheidet sich, ob du wirklich etwas an deinem vollgestopften Umfeld änderst oder nicht. Beim Vielleichtberg handelt es sich um eine im Ausmistprozess tendenziell immer größer werdende Anhäufung all jener Dinge, die du eigentlich nicht mehr wirklich besitzen willst, die sich aber auch nicht ohne Zögern in den Müllsack befördern lassen. Denn der Gedanke, sie wegzuwerfen, bereitet dir ein schlechtes Gewissen. Und so sitzt du vor deinem Berg und legst dir Ausreden zurecht, um es nicht tun zu müssen. Das Problem ist nur: Je mehr Vielleichts du auf diese Weise behältst, desto schwächer werden deine Entscheidungskraft und dein Erfolgserlebnis im gesamten Prozess. Hier kommen drei häufige Ausreden beim Ausmisten, die du auf keinen Fall ungefiltert zulassen solltest… Continue Reading

Minimalism

SALE, SALE, STOP! 2 Wege aus der Rabattfalle

Wie du der Rabattfalle entkommen kannst

Samstag in Altona. Ich schlendere aus dem Bahnhof und freue mich ein Mal mehr über meine Entscheidung: Die Ottenser Hauptstraße ist zum Einkaufen so viel angenehmer als die Mönckeberg. Hier verbringe ich regelmäßig meinen Samstagvormittag, wenn ich ein paar Erledigungen machen muss, die über den Supermarkt und Blume2000 in der Osterstraße hinaus gehen. Wenn ich einen draufgängerischen Tag habe, stürze ich mich hier sogar ins IKEA-Chaos. Heute möchte ich aber nur mein Parfum nachkaufen und vielleicht noch zu idee, mal sehen, ob die schöne Papiere oder Masking Tapes für mein Memorybook haben. Aber im Mercado ist heute etwas komisch. Ich fühle mich plötzlich… eingeengt. Das gefühlt kleinste Einkaufszentrum Hamburgs quillt über – mit roten Plakaten. Continue Reading

Personal

Bye Bye 2016: Mit Tinte gegen den Weltschmerz

Flug von Stuttgart nach Hamburg, 29.12.2016. | Das Brummen der Triebwerke beruhigt mich immer, aber heute besonders. Irgendwo ganz weit oben, zwischen zwei Orten, komme ich bei mir selbst an. Wir fliegen zurück nach Hause. Nach Hamburg. Das Jahr endet hier; ich glaube, das muss so. Man kann gegen Neujahrsvorsätze so viel sagen, wie man will. Aber das Ende des Jahres – nach Weihnachten – ist da, um sich zu besinnen. J. reicht mir vom Sitz hinter mir ein aufgeschlagenes Magazin, ein Artikel, in dem es ebenfalls ums Resümieren, Konzentrieren und Sammeln geht. Genauer gesagt ums Schreiben. Mit einem Füller. Ich lächle, weil ich weiß: Ich muss nur wieder anfangen, zu schreiben. Wenn ich schreibe, wird eigentlich immer alles gut. Continue Reading

Minimalism

Welche Geschenke sind eigentlich erlaubt?

Geschenke für Minimalisten

11. November 2016 in meiner Wohnung in Eimsbüttel. Meine Mutter ist zu Besuch und weckt mich mit Geburtstagsküsschen und einem kleinen Berg Geschenken, den ihr die ganze Familie zu meinem 25. mitgegeben hat. Ich packe mehrere erfüllte Wünsche von meiner Liste aus. Später tapse ich frisch geduscht in die Küche, ein gemeinsames Frühstück vorbereiten, bevor ich zur Arbeit muss. Dort dann die Überraschung: 3 kleine Päckchen von meiner Mitbewohnerin, sorgsam auf unserem wackeligen Küchentisch aufgereiht. Gefüllt mit Bio-Süßigkeiten. Ich blinzle ein paar Tränen weg. Meine Mitbewohnerin, die zu dem Zeitpunkt erst ein paar Wochen bei mir wohnt, ist selbst so gar nicht öko. Wir haben, vielleicht gerade deshalb, nie über das Thema geredet. Sie hat einfach nur meine Hälfte des Kühlschrankes beobachtet und dann das Netteste getan, was man beim Schenken tun kann. Continue Reading

Personal

Introvert’s Diary: Dann bin ich halt schüchtern!

introvertiert schüchtern

„Sei doch nicht so schüchtern!“
– Jeder Typ, den ich jemals nicht küssen wollte.

„Komm doch mal aus dir raus!“
– Jedes Familienmitglied, das mich auf dem Klassenfoto breit lachend in der Mitte sehen wollte.

„Trau dir ruhig mal mehr zu!“
– Jeder Chef, der nicht verstand, dass Selbstbewusstsein nicht laut sein muss.

„Du darfst deinen tollen Wortschatz nicht verstecken!“
– Jede Dozentin, die nicht wusste, dass ich eigentlich alles darf.

Ihr kennt das ja: Würde ich jedes Mal einen Dollar bekommen, wenn mich jemand mit latentem Vorwurf in der Stimme „schüchtern“ nennt oder etwas mitleidig fragt, ob ich es bin, dann… müsste ich nochmal schnell in die USA, bevor Donald Trump sich im Weißen Haus breit macht. Continue Reading