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Introvert’s Diary: Keine Zeit für Entschleunigung

Zeit für Entschleunigung

Samstagvormittag, 11:34. Ich stehe an der Bushaltestelle und warte – schon zum zweiten Mal. Zwei Wochen nach dem Urlaub bin ich wieder vollkommen im Alltag gelandet. Und heute bin ich verzweifelt. Nicht nur, weil ich Schienenersatzverkehr hasse, gerade versehentlich im Kreis gefahren bin und innerlich eine Tirade darüber ablasse, dass das jetzt den halben Sommer an der U2 so laufen wird. Es ist wieder einmal der verdammte Zeitplan. Dieses imaginäre Ding, das mich permanent verfolgt, mich immer wieder von hinten am Knöchel packt oder mir von weit vorne ins Gesicht lacht: „Na, schaffst du’s wieder nicht?“ Bei angenehmen zwanzig Grad stehe ich in meiner gepflegten Hamburger Wahlnachbarschaft und will einfach nur zurück in mein Bett. Geht’s noch? Nein, nicht wirklich. Continue Reading

#AHMfirsttimes Places

Travel Vlog: Olá Lisboa! Ein Wochenende in Lissabon

Lissabon Vlog

„Guten Morgen, wir sind in Lissabon und wir gehen jetzt erstmal frühstücken – pahahahaha!“ Gesichtskrampf. So fängt mein allererster Vlog an – aber was will man machen, wenn der Kerl im Hintergrund sich ständig etwas Neues einfallen lässt, um einen aus dem Konzept zu bringen? Ich jedenfalls kann mir keinen besseren Anlass vorstellen, es auch mal mit dem Vloggen zu versuchen, als ein sonniges Frühlingswochenende in Lissabon… Continue Reading

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Introvert’s Diary: Nummer 21

Introvert's Diary alleine leben

Ich habe in den letzten fünf Jahren alles erlebt: Gute Beziehungen und schlechte, okayen Smalltalk, bequemes Nebeneinanderherleben, Anschweigen, manchmal Streit und großes Drama, vor allem am Ende. Aber auch pure Freude, ein Gefühl von echter Nähe, die besten Gespräche beim schlechtesten Wein und einige zu lange Nächte. Es gab die, die kaum geredet haben und mit denen ich auf Dauer nichts mehr anzufangen wusste, die, die am Ende die gemeinsame Küche demontieren wollten und denen ich beinahe die Polizei auf den Hals gehetzt hätte. Es gab den Ausnahmefall, der gleichzeitig die beste und die schlechteste Idee zu dem Zeitpunkt war, drei oder vier, die ich heute noch gerne kenne, und ein paar, die eigentlich gar nichts bedeutet haben.
5 Jahre. 20 Mitbewohner. Continue Reading

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Introvert’s Diary: 7 Sätze, die jeden Introvert in die Flucht schlagen

Introvert Sätze

Es ist Ende März und mit der Sonne erwacht jetzt eine ganze Stadt. Endlich wieder Stadtpark, sogar ein bisschen Elbstrand, Knallsonne in der Mittagspause am Unilever Haus. Endlich wieder draußen bei Due Baristi, trocken in der Schlange vor der Kleinen Konditorei und entspannt am Weiher. Es ist ein Traum. Wären da nur nicht all die fremden Menschen, die plötzlich regelrecht aufblühen und viel lieber sozial interagieren als noch im Winter. Events, Vorträge, Dates, Afterwork und Sonnenschein – der Introvert kann sich zum Frühlingsanfang kaum retten. Jetzt die Überraschung: An Einigem davon mag er sogar gerne teilnehmen. Wenn ihr ihn lasst. Hier sind die Top 7 der Sätze, mit denen ihr jede introvertierte Person in eurer Umgebung dagegen garantiert verjagt. Continue Reading

#AHMfirsttimes Less Waste

Ihgitt, die putzen sich den Hintern mit Lumpen!

#zerowaste Vorurteile

Das war die erste Assoziation, die ich mit Zero Waste hatte. Es war 2012 in einem dieser Uni-Zusatzseminare und ich war wohl noch sehr weit entfernt von „Öko-Ilse“, wie ich heute manchmal liebevoll genannt werde. Von der #zerowaste Bewegung hörte ich an dem Tag zum ersten Mal, und während ich die Ansätze zu Beginn der gezeigten Kurzdoku noch gut nachvollziehen konnte, wurde es mir irgendwann einfach zu krass. Waschbare Toilettentücher und Windeln, Stoffbinden, Haare waschen mit der „No-Poo-Methode“? Ich glaube, mich juckt’s! Wenn das nachhaltiges Leben ist, dann ciao. Continue Reading

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Introvert’s Diary: Die besten Orte, um allein zu sein

allein sein lernen

„Sonntag! Lass uns was machen!“ So oder so ähnlich beginnt die Konversation, die ich an manchen Wochenenden am meisten fürchte. Iiiiiih. Ich meine, muss das sein? Es ist immer dasselbe: Die Woche ist hart, der Samstag meistens durchgetaktet mit Erledigungen und abends dann mit sozialen Aktivitäten. Und dann ist da dieser Tag am Ende der Woche, der so erholsam sein könnte. Würde man nicht ständig überredet, ihn auch noch mit dem ganzen Stress zu verbringen. Drinks hier, Freizeitpark da, Stadtbummel dort. „Was für Stress, spinnst du? Gesellschaft ist doch schön!“ Ja. Wenn nicht Sonntag ist und man nicht gerade nur allein sein will. Ehrlich: Introvertiert zu sein ist nicht einfach. Es sei denn, man ist für sich. Was für die einen der Horror ist, weil es sie langweilt, weil es ihnen irgendwie unvollständig vorkommt, weil immer etwas fehlt… ist für uns Introverts genau das, was wir in einer lauten, immer-sozialen Welt suchen. Ein Tag, um aufzutanken. Einen Ort, an dem wir auch einfach mal allein sein dürfen. Continue Reading

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Bye Bye 2016: Mit Tinte gegen den Weltschmerz

Flug von Stuttgart nach Hamburg, 29.12.2016. | Das Brummen der Triebwerke beruhigt mich immer, aber heute besonders. Irgendwo ganz weit oben, zwischen zwei Orten, komme ich bei mir selbst an. Wir fliegen zurück nach Hause. Nach Hamburg. Das Jahr endet hier; ich glaube, das muss so. Man kann gegen Neujahrsvorsätze so viel sagen, wie man will. Aber das Ende des Jahres – nach Weihnachten – ist da, um sich zu besinnen. J. reicht mir vom Sitz hinter mir ein aufgeschlagenes Magazin, ein Artikel, in dem es ebenfalls ums Resümieren, Konzentrieren und Sammeln geht. Genauer gesagt ums Schreiben. Mit einem Füller. Ich lächle, weil ich weiß: Ich muss nur wieder anfangen, zu schreiben. Wenn ich schreibe, wird eigentlich immer alles gut. Continue Reading